Hockey: Schwarz-Weiß Neuss hat nur noch Endspiele

Hockey : Schwarz-Weiß Neuss hat nur noch Endspiele

Freitagabend im Spiel beim Crefelder HTC könnte der Hockey-Bundesligist seine Lage im Abstiegskampf entscheidend verbessern.

Am Dienstagabend verspielte der Crefelder HTC mit dem 0:10 bei Rot-Weiß Köln Platz zwei und damit die Teilnahme am Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft im Hallenhockey. Ob das dem um den Klassenverbleib in der Bundesliga West kämpfenden HTC SW Neuss morgen Abend (20 Uhr) in der Partie bei den Krefeldern zum Vorteil gereicht, ist freilich völlig offen.

Leichtes Unbehagen löst beim Neusser Trainer Andreas Bauch die Höhe der Niederlage aus. "Könnte sein, dass der CHTC darum besonders motiviert ist", befürchtet er. Ansonsten zeigt er jedoch wenig Interesse für die Befindlichkeiten des Kontrahenten — von weitaus größerer Bedeutung ist für ihn die Form seiner Schützlinge.

Die ist gut, trotz gelegentlicher Aussetzer — die 6:14-Pleite zum Saisonauftakt gegen RW Köln, das ärgerliche 3:6 in Düsseldorf — und der bislang bescheidenen Ausbeute von zwei Unentschieden. Bauch ist deshalb zu der Erkenntnis gekommen, "dass alles möglich ist. Wir wissen genau, was wir leisten, ist schon ganz ordentlich. Aber wir müssen uns auch mal selber belohnen".

Ganz nah dran war Schwarz-Weiß in Köln (5:6 nach 3:1-Führung zur Pause) und im Heimspiel gegen Krefeld, als ihnen der Schiedsrichter kurz vor Schluss den eigentlich regulären Treffer zum 5:5 verwehrte. "Da hatten wir ein bisschen Pech", nimmt's Bauch mittlerweile gelassen. Selbst am Sonntag beim überaus souveränen Spitzenreiter Uhlenhorst Mülheim (3:5) — kommt am Sonntag (14 Uhr) zum Rückspiel an die Jahnstraße— hielt das noch sieglose Schlusslicht lange prächtig mit. Zum Verhängnis wurde ihm eine Schwächephase zu Beginn der zweiten Hälfte, als der Primus auf 5:1 davonzog.

Bauch: "Bis dahin hatten wir in der Defensive echt gut gestanden. Und hätte es diese Phase nicht gegeben, hätten wir ein, zwei Tore weniger kassiert und es wäre vielleicht sogar ein Punkt dringewesen." Das Personal, um solche Konzentrationsmängel ohne Gnade zu bestrafen, hat auch der Crefelder HTC in seinen Reihen. Allen voran Alan Butt, mit 15 Treffern (darunter fünf Strafecken und fünf Siebenmeter) Vierter der Torjägerliste im Westen.

Wenn in Krefeld denn schon keine Punkte herausspringen sollten, müsste den Neussern daran gelegen sein, möglichst knapp zu verlieren. Schließlich liegt Schwarz-Weiß im Vergleich mit dem um drei Punkte besseren Düsseldorfer HC (empfängt am Samstag Mülheim) noch mit drei Toren vorne. Bliebe das so, würde sich Neuss mit einem Heimsieg über den DHC am letzten Spieltag retten.

Sorgen bereiten vor den Spielen des Wochenendes die Torleute. Sowohl Lennard Leist als auch Martin Wagner sind stark erkältet und haben am Dienstag nicht trainiert.

(NGZ/rl)