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Hockey: Schwarz-Weiß kann die Aufstiegsparty planen

Hockey : Schwarz-Weiß kann die Aufstiegsparty planen

Nach Siegen über Kahlenberg (5:0) und Köln (6:1) fehlt den Neussern nur noch ein Punkt zur Rückkehr in die Erste Hockey-Bundesliga.

Noch wehrt Andreas Bauch alle Gratulationen zum Meistertitel in der 2. Hockey-Bundesliga Nord ab, doch auch der Trainer der HTC SW Neuss weiß natürlich, dass seiner Truppe die Rückkehr ins Oberhaus nicht mehr zu nehmen sein dürfte. "Ist doch schön. Jetzt haben wir zu Hause gegen Rheydt ein richtiges Endspiel", sagt er.

Weil Klipper Hamburg nach der Niederlage am Samstag gegen Hannover 78 (4:5) nicht nur 15 Punkte, sondern auch satte 27 Tore hinter dem Spitzenreiter liegt, ist den Neussern Platz eins eigentlich schon so gut wie sicher. Um aber auch alle theoretischen Zweifel auszuräumen, fehlt dem Topfavoriten jetzt nur noch ein Zähler aus seinen noch vier ausstehenden Partien. Dass die Schwarz-Weißen den Aufstiegssekt schon schmecken können, liegt indes nicht nur an der Schwäche der Konkurrenz, sondern an der eigenen Konstanz. Auch der am Ende noch deutliche 6:1-Heimsieg (Halbzeit 2:0) gestern über SW Köln war mehr das Ergebnis solider Arbeit denn eines spielerischen Feuerwerks. Es bedurfte schon eines kapitalen Kölner Abwehrschnitzers, um in Führung zu gehen. Max Hoffmann verlor im eigenen Schusskreis den Ball, die folgende Salve von Sebastian Draguhn entschärfte Torhüter Linus Labonté nur auf Kosten einer Strafecke. Die nutzte Draguhn gnadenlos zum 1:0 (17.). Den Qualitätsunterschied zwischen den beiden Teams machte schließlich die Phase kurz vor der Halbzeit deutlich. Während Kölns Martin Marquardt bei seiner Strafecke gleich zweimal scheiterte, war Draguhn im Gegenzug bei seinem zweiten Versuch zum 2:0 (34.) erfolgreich. "Die machen nix, und dann verwandeln die zwei blöde Ecken", stöhnte Marquardt. Bauch sah das ein wenig differenzierter: "Klar, das war mühsam, aber wir haben hinten auch gar nichts zugelassen."

Im zweiten Abschnitt übernahm der HTC endgültig das Kommando. Für beste Stimmung sorgte der Treffer zum 3:0 (48.) von Alan Milstein, der dem Youngster ein Fass Bier für die durstigen Kehlen seiner Teamkollegen kostete. Auch am 5:0 (62.), das Matthias Gräber in Abstaubermanier erzielte, war das Eigengewächs als Vorbereiter beteiligt. Davor hatte der agile Philipp Weide nach starker Einzelleistung das 4:0 (54.) markiert. Damit waren die extrem unangenehm zu spielenden Kölner geschlagen. Bauch stellte fast erleichtert fest: "Das ist keine Klopper-Truppe, und ganz so schlimm wie früher ist's gegen die auch nicht mehr. Aber die sind trotzdem immer ganz schwer zu spielen." Dass den unleidlichen Gästen durch Philip Bleibaum noch der Ehrentreffer zum 1:5 (64.) gelang, ging dem Neusser Coach zwar ziemlich gegen den Strich, war aber nicht mehr wichtig, zumal Draguhn nach der Schlusssirene die dritte von insgesamt fünf Ecken zum 6:1 ins Netz hämmerte.

(NGZ)