Hockey : Schwarz-Weiß greift nach der Krone

Schon ein Punkt würde dem Hockey-Zweitligisten zum Aufstieg reichen.

Dass der HTC SW Neuss nach nur einer Saison in der 2. Hockey-Bundesliga Nord ins deutsche Oberhaus zurückkehren wird, daran besteht kein Zweifel. Dass seine Mannen bereits morgen (14 Uhr) nach dem Heimspiel gegen den Rheydter SV am Ziel sind, sieht Trainer Andreas Bauch freilich nicht als gegeben an. "Rheydt ist eine brandgefährliche Truppe", mahnt er.

Natürlich wäre morgen alles andere als ein Neusser Sieg – der dann 15. im 15. Spiel – eine dicke Überraschung. Zum Titel würde sogar schon ein Unentschieden reichen. "Und wenn wir uns hundertprozentig konzentrieren, sollten wir das Spiel auch gewinnen", ist Bauch überzeugt, vergisst dabei allerdings nicht, auf die durchaus vorhandenen Qualitäten der Gäste hinzuweisen. Die haben in Matthias Gräber zwar ihren besten Torjäger an Neuss verloren und schweben nach bislang ziemlich bescheidener Rückrunde (ein Sieg, ein Unentschieden und vier Niederlagen) unversehens in akuter Abstiegsgefahr, doch brachten in Großflottbek immerhin einen 2:1-Erfolg zustande. "In der Saisonvorbereitung haben wir die mit 11:1 geschlagen, aber kurz darauf in der Meisterschaft reichte es nur zu einem mühsamen 3:2", erinnert sich Bauch. Die Leistungsträger beim RSV sind extrem erfahren: Torhüter Marcin Probuta ist 37, sein polnischer Landsmann Tomasz Spalek sogar schon 38, Abwehrmann Martin Korres ist mit seinen 35 Jahren ebenfalls ein alter Hase. Dazu kommt der ehemalige Neusser Carsten "Katsche" Merge (20).

Die Hausherren müssen morgen ohne Lennard Leist auskommen. Der Torwart ist im Studium eingespannt, seinen Platz auf der Linie nimmt entweder Routinier Martin Wagner oder der im Winter von Blau-Weiß Köln zum HTC gewechselte Benjamin Böhle ein. Verletzt passen muss Mathis Steindor. Obwohl die Rückkehr in die Erste Bundesliga nur noch Formsache ist, ist für morgen die große Sause noch nicht geplant. "So etwas macht man nicht, so lange noch nichts entschieden ist", sagt Bauch, der sich nach Spielschluss wegen der Geburtstagsfeier seiner Frau ohnehin recht schnell verabschieden wird. Im Fall der Fälle würden die Sektkorken natürlich knallen. "So etwas kann man auch spontan hinkriegen", verrät Bauch schmunzelnd."

(NGZ)