1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Schwarz-Grün trägt neues Galoppkonzept in den Rat der Stadt Neuss

Galopp : Schwarz-Grün trägt neues Galoppkonzept in den Rat

Nach den Vorstellungen von CDU und Grünen soll sich der Rat der Stadt Neuss am 19. Juni mit dem Thema Fortsetzung von Galopprennen beschäftigen

Während Bürgermeister Reiner Breuer in einer Wahlkampfbroschüre der SPD schreibt: „Der Galopprennsport in Neuss ist Geschichte. Nun können wir die Nutzung des Rennbahnparks ohne Galopp neu ausrichten,“ ist die schwarz-grüne Mehrheitsfraktion anderer Ansicht.

Sie will das Konzept des neu gegründeten „Galopp-Clubs Neuss-Niederrhein“ in den Stadtrat tragen und hat für die nächste Sitzung am 19. Juni, zugleich die letzte ordentliche Ratssitzung in dieser Wahlperiode, einen entsprechenden Antrag gestellt. Der städtische Verwaltungsvorstand hatte zuletzt beschlossen, das Konzept von der Verwaltung im Beteiligungsausschuss vorstellen zu lassen, der am 24. Juni zusammen tritt. Eine Entscheidung, ob die seit 1875 bestehende Tradition von Galopprennen in Neuss weitergeführt wird, hätte demnach erst nach den Kommunalwahlen im September fallen können, da hierfür die Aufhebung des Ratsbeschlusses vom 20. Dezember 2019 nötig wäre.

So lange möchte Schwarz-Grün nicht warten. „Wir möchten diesen Antrag gerne in der Ratssitzung schon besprechen und nicht wie vom Bürgermeister angekündigt erst später im Beteiligungsausschuss,“ sagt CDU-Fraktionschefin Helga Koenemann. Vorrangig geht es in dem Antrag darum, „das Rennbahngelände in Abstimmung mit der Weiterentwicklung des Wendersplatzes zu einem Familienpark für alle Generationen weiter zu entwickeln.“ Bis dahin müsse „der Zustand des Rennbahngeländes und die soziale Kontrolle aufrecht erhalten bleiben,“ heißt es in dem Antrag, „ein Element dazu kann die Weiternutzung des Trainings- und Renngeländes nach dem Konzept des Galopp-Club Neuss Niederrhein“ sein.

Geht es nach den Vorstellungen von CDU und Grünen, soll die Stadt mit dem Galopp-Club einen Vertrag über die Fortführung des Trainingsbetriebes und die Ausrichtung von acht Renntagen über zunächst zwei Jahre abschließen. „Die Stadt darf dabei keinerlei finanzielle Verpflichtungen und Risiken eingehen. Die Fortsetzung des Training- und Rennbetriebes muss sich selbst tragen. Städtische Zuschüsse werden nicht gewährt,“ heißt es im Antrag.

Die Nutzung des Geländes für Pferderennen und Training (und andere Veranstaltungen) stellt dabei nur eine Zwischenlösung dar. Der Rennbetrieb würde „spätestens dann auslaufen, wenn die Umsetzung einer Neugestaltung des Rennbahngeländes zu einem Familienpark unmittelbar bevorsteht, die eine solche Nutzung ausschließen würde.“

Reiner Breuer hingegen möchte „den Rennbahnpark in einen attraktiven und für alle Neusser zugänglichen Bürgerpark weiter entwickeln“. Dafür sei es „ganz wichtig“, dass „die Neusser ihn über mehrere Zugänge einfacher betreten können.“ Was in seinen Augen Galopprennen offensichtlich ausschließt.