Korschenbroich : Schützen fordern Disziplin

Mit vielen tausend auch auswärtigen Gästen ist "Unges Pengste" eines der größten und beliebtesten Schützenfeste am Niederrhein. Bei der Jahreshauptversammlung der St.-Sebastianus-Bruderschaft widmete sich Präsident Peter Schlösser jetzt einer Voraussetzung dafür, dass dies auch künftig so bleibt. "Wir müssen zeigen, dass wir Ordnung und Disziplin haben", erklärte der Präsident in der Gaststätte "Waldesruh".

2011 habe es zumindest Einzelfälle gegeben, bei denen es daran gemangelt hat. Peter Schlösser sind sie in schlechter Erinnerung geblieben, Wiederholungen will er nicht dulden. Dies gilt etwa für einen Schützenzug, der sich während des dienstäglichen Festzugs in eine Gaststätte abgesetzt hatte. Damit nicht genug: Die Zugmitglieder hätten sich über die vorbeiziehenden Schützen auch noch lustig gemacht, war Schlösser empört. Der Umzug habe von der Polizei aus Sicherheitsgründen gestoppt werden müssen, weil es wegen abwesender Schützen Lücken gegeben habe, in die sich bereits Autos eingefädelt hatten. Die Angelegenheit soll auch in den anstehenden Offiziersversammlungen diskutiert werden. "Wir werden das intensiver beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen gegenüber diesen Zügen ergreifen", kündigte er an. Gleichermaßen verstimmt war er über einen Fall, in dem ein uniformierter Schütze einem anderen mit Handgreiflichkeiten gedroht hatte, weil dieser angesichts des wegen Überfüllung geschlossenen Festzelts dessen Nichte keinen Zutritt gewähren wollte.

Auch wenn diesmal keine wichtigen Entscheidungen anstanden, war die Generalversammlung mit mehr als 150 Teilnehmern gut besucht. Ein besonderer Gruß des Präsidenten galt natürlich dem amtierenden König Thomas Schmitten und seinen beiden Ministern Michael Onkelbach und Stefan Schlösser.

Zur Diskussion stand schließlich eine Terminkollision, die auch Schlösser bedauert, ohne die Möglichkeit einer Änderung zu sehen: Das Oktoberfest der Sebastianer wird 2012 nämlich zeitgleich mit der Krönung der Donatus-Schützen aus Pesch gefeiert. Der Vertrag mit der Stadt setze enge Grenzen, erklärte Schlösser. Freitags statt samstags zu feiern, schloss er angesichts der eher negativen Erfahrungen mit dieser Terminverschiebung aus. "Es lohnte sich für den Thekenbereich kaum", sagte Schlösser.

(NGZ)