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Die Zahlen sind erschreckend: Schülerzahlen sinken

Die Zahlen sind erschreckend : Schülerzahlen sinken

Wesentlich weniger Schüler werden in fünf Jahren die Korschenbroicher Schulen besuchen. Was dann mit den einzügigen Grundschulen in Pesch und Liedberg passiert, ist noch offen. Entscheiden wird die Politik.

Korschenbroich Die Zukunft der Schulen im Korschenbroicher Stadtgebiet wird sich mit Blick auf die rückläufigen Schülerzahlen deutlich verändern. Eine besondere Betroffenheit weist der Schulentwicklungsplan ab 2014/15 für die Grundschulstandorte Pesch und Liedberg aus. Aber auch die anderen Grundschulen in Kleinenbroich, Herrenshoff und Glehn müssen sich auf weniger Schüler einstellen. Gleiches gilt für die Hauptschule, die Realschule und das Gymnasium.

Zum Hintergrund: Der Schulentwicklungsplan, den die Verwaltung seit 1985 fortschreibt, dient den Verantwortlichen im Fachamt dazu eine relativ verlässliche Prognose abzugeben. Der bisherige Trend, dass die Schülerzahlen weiter abnehmen, setzt sich auch in Korschenbroich fort. Zu ernsthaften Veränderung wird es mit dem Schuljahr 2014/15 kommen. Das Schrumpfen einiger Schulen ist dann nicht mehr aufzuhalten.

Bürgermeister Heinz Josef Dick, der auch als Schuldezernent im Rathaus in der Verantwortung steht, stellte jetzt im Ausschuss für Bildung, Familie, Jugend und Sport das aktualisierte Zahlenwerk vor. Er verhehlte dabei nicht, dass alle Schulen betroffen seien, speziell aber die kleinsten.

Wenn die Zahl der ABC-Schützen für Pesch und Liedberg nicht dauerhaft bleibt, kann Dick Probleme für diese beiden Standorte nicht ausschließen. "Hier ist dann die Politik gefordert", betonte er. Und gegenüber der NGZ lautete sein Appell: "Ich halte am Slogan ,Kleine Füße, kurze Wege' fest." Allerdings schränkte Dick dabei auch ein: "Die vorgeschriebene Mindestzahl von bislang 18 Kindern pro Eingangsklasse muss gewährleistet sein." Zudem sei auch die politische Vorgabe des Landes entscheidend.

Die Schülerzahlen an der Korschenbroicher Andreas-Schule — mit der Dependance Pesch — sind aktuell auf ein vierzügiges System ausgelegt. Laut Schulentwicklungsplan werden dort nur noch drei Eingangsklassen gebildet, so dass die Schüler aus Pesch dann zum Standort Korschenbroich umziehen.

Die Grundschule Liedberg mit einer Eingangsklasse bereitet Dick — trotz rückläufiger Schülerzahlen — vorerst weniger Kopfzerbrechen. "Zurzeit gibt's aktuell keinen direkten Handlungsbedarf." Hier hängt für ihn das Überleben der Schule von dem Anmeldeverhalten der Eltern ab: In Liedberg können Eltern aus Steinforth-Rubbelrath zum Zünglein an der Waage werden. In Herrenshoff ist zunächst noch mit Unterstützung aus Mönchengladbach mit einer beziehungsweise zwei Eingangsklasse zu rechnen. Reduziert wird auf Dauer auch in Kleinenbroich — mindestens um eine Klasse — und in Glehn. Die Diskussion im Fachausschuss blieb aus. Er nahm die Prognose zur Kenntnis. Nach der Beratung in den Fraktionen wird dann der Stadtrat im neuen Jahr entscheiden.

(RP)