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Jüchen: Schülerin untersucht den Jüchener Bach

Jüchen : Schülerin untersucht den Jüchener Bach

Kathrin Flesch (15) aus Jüchen wurde für ihr Projekt mit einem Sonderpreis bei "Jugend forscht" ausgezeichnet.

Alles begann während eines Spazierganges mit ihrem Hund. Die 15 Jahre alte Kathrin Flesch wurde auf ein Schild des Naturschutzbundes mit der Aufschrift "Biotop" aufmerksam, mit dem ein Abschnitt des Jüchener Bachs gekennzeichnet war. Was genau das bedeutet, wollte sie herausfinden. Der Grundstein für ihre Projektarbeit war gelegt.

Zuerst fand diese im Rahmen des Differenzierungsunterrichtes Biologie/Chemie statt. Kathrin besuchte damals noch die neunte Klasse des Gymnasiums Jüchen und untersuchte den Bach im Rahmen einer Projektarbeit. Aus Interesse an dem Wettbewerb "Jugend forscht", bei dem auch andere ihrer Mitschüler regelmäßig teilnehmen, beschloss sie, ihre Arbeit auszuweiten.

Vom 25. Mai bis zum 10. Juni vergangenen Jahres untersuchte sie täglich das Wasser des Jüchener Bachs an vier verschiedenen Stellen in Herberath, Gierath, Stessen und Jüchen. Von der Schule bekam sie ein Ökowasserlabor ausgeliehen, und auch das GWG (Gas- und Wasserwerk Grevenbroich) stellte ihr einige Geräte zur Verfügung, mit denen sie beispielsweise die Wasserqualität oder den Grad der Verschmutzung messen konnte. Ihre Ergebnisse hat sie sorgfältig protokolliert. Zudem formulierte Kathrin Flesch einige Hypothesen zu ihren Messergebnissen, verglich diese mit ihren Notizen und schrieb eine ausführliche Erklärung zur Theorie ihres Projektes über die Flora und Fauna sowie die Geschichte des Jüchener Baches. So konnte sie am Ende ihrer Projektarbeit feststellen, dass gerade durch Niederschläge viele Schadstoffe in das Gewässer gespült werden. Diese werden häufig durch menschliche Einflüsse wie Landwirtschaft oder Vandalismus hervorgerufen. "Man sollte eine Art Ökostreifen von fünf bis zehn Metern einrichten und auf eine Bewirtschaftung der Felder bis zum Rand des Gewässers verzichten, um die Wasserverschmutzung zu reduzieren", erklärt Kathrin.

Lehrerin Beate Bröking ist begeistert vom Erfolg des Projekts: "Ich motiviere die Schüler immer, bei ,Jugend forscht' teilzunehmen. Es ist eine tolle Trainingsmöglichkeit für späteres Arbeiten und Forschen." Kathrins Engagement hat auch andere überzeugt: Sie wurde im Rahmen von "Jugend forscht" vom "Naturwissenschaftlichen Verein zu Krefeld" mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Für das nächste Jahr kann Kathrin sich gut vorstellen, wieder teilzunehmen, das genaue Thema ihres neuen Projektes steht aber noch nicht fest.

(NGZ)