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Korschenbroich: Schüler lernen im Unternehmen

Korschenbroich : Schüler lernen im Unternehmen

Das bundesweite Projekt "Jugend denkt Zukunft" wird heute vorgestellt. 25 Gymnasiasten haben die Chance, für eine Woche den Berufsalltag der DIS AG zu erleben. Den Kontakt stellt der Korschenbroicher Raymond Opszalski her.

Die Schüler des Korschenbroicher Gymnasiums kommen im Juni ein zweites Mal in den Genuss, sich für eine Woche am bundesweiten Projekt "Jugend denkt Zukunft" zu beteiligen. Für sie heißt es dann, abtauchen in den Unternehmensalltag der DIS AG. Sie lernen nicht nur die Hauptverwaltung des Personaldienstleisters kennen, sie werden in Abläufe einbezogen und können zudem eigenständig Ideen entwickelt, die sie für ihre späteren Bewerbungsverfahren zielgerichtet einsetzen können.

Dass das Gymnasium Korschenbroich ein zweites Mal in Folge in den Genuss kommt, die Zukunftswerkstatt der DIS AG in Düsseldorf kennenzulernen, freut Schulleiterin Beatrice Schmitz (49) besonders. "Das Projekt eröffnet den Jugendlichen eine ganz neue Welt. Es lässt die Schüler für eine Woche ins reale Leben schauen", schwärmt sie. "Auch wenn wir als Schule unsere Schüler mit Praktika auf den Berufsalltag einstimmen, hat diese Intensiv-Woche in der Hauptverwaltung eines großen Unternehmens einen ganz anderen Stellenwert."

Und so ist Beatrice Schmitz Raymond Opszalski (56) dankbar. Der erfolgreiche Arbeitsdirektor hatte sich vor einem Jahr dafür starkgemacht, die Schule "vor seiner Haustüre" zu fördern. Für die Wiederholung fühlt er sich aber nur indirekt verantwortlich. "Natürlich habe ich die Entscheidung, ein zweites Mal Korschenbroich auszuwählen, befürwortet", sagt Opszalski. Allerdings betont er auch: "Die Schüler haben sich das selbst erarbeitet." Im Rückblick auf das Projekt 2010 mit der Abschlusspräsentation vor DIS-Vorstand, Trainern und Gästen, stellt Opszalski anerkennend fest: "Die gezeigte Leistung der gesamten Gruppe war brillant." Und so verspricht er ein weiteres Mal: "Wir wollen Jugendliche aus Korschenbroich auf ihren Beruf vorbereiten, für die Zukunft begeistern." Dafür nimmt die DIS AG nicht nur 10 000 Euro in die Hand. Sie öffnet für eine Woche alle Abteilungen.

Koordinator am Gyko ist dieses Mal der Sozialwissenschaftler Rudolf Kiefer (45). Er hat die Jugendlichen schon im Vorfeld auf die heutige Projektvorstellung von Jürgen Grau (49), Leiter für Aus- und Weiterbildung, und Projektleiterin Karoline Jemiola (30) eingestimmt. Für Jürgen Grau steht das Thema "Assessment-Center" ganz oben an: Die Schüler sollen ein Bewerberauswahlverfahren von der Konzeption bis hin zum Feedback kennenlernen. Grau ist es wichtig, dass die Gymnasiasten lernen, sich richtig zu bewerben: "Sie sollen im Rollenspiel alle Facetten kennenlernen." Die Projektwoche endet am 1. Juli mit einer aufwendigen Präsentation. Ex-NRW-Minister Lutz Lienenkämper wird dabei sein. Es gibt auch wieder einen Überraschungsgast. Im Vorjahr war es Borussia-Sportdirektor Max Eberl.

(NGZ)