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Jüchen: Schüler begeistern bei Neujahrskonzert

Jüchen : Schüler begeistern bei Neujahrskonzert

In der Peter-Giesen-Halle überzeugte die Concert Band des Jüchener Gymnasiums mit einem modernen Repertoire.

Warum Bewährtes ändern? Bereits zum achten Mal lud die Gemeinde Jüchen zum Neujahrskonzert in die Peter Giesen-Halle ein. Wie in den Vorjahren war das Konzert zweigeteilt. Im Vorprogramm begeisterte die Concert Band des Jüchener Gymnasiums mit einem modernen Repertoire. Im zweiten Teil freute sich Boguslaw Lewandowski, Leiter des Bamberger Salonorchesters, nach einer Pause im Vorjahr, wieder in Jüchen mit stilvoller Musik unterhalten zu dürfen.

Für Marlies Holtus war das Konzert eine Premiere. Die 73-jährige hatte die Karten durch einen Anruf bei der NGZ gewonnen und war in Begleitung ihres Mannes Herbert zum ersten Mal beim Neujahrskonzert. "Ich bin total begeistert. So toll hatte ich mir das nicht vorgestellt", meinte sie in der Pause. Zu ihrer Begeisterung hatte die Concert Band des Gymnasiums beigetragen, die mit einem modernen Repertoire und außergewöhnlichen Arrangements begeisterte. Souverän checkte Jörg Enderle vor Beginn den Klang der einzelnen Instrumente.

Bürgermeister Harald Zillikens begrüßte die Gäste aus Politik und Wirtschaft, wünschte Glück und Gesundheit für 2013 und überließ dann dem Entertainer Enderle und seinen jungen Musikern die Bühne. 35 in schwarz gekleideten Schülern gelang mit "Salute to the Duke" ein sehr guter Einstieg. "Für uns ist es etwas Besonderes, in so einem feierlichen Rahmen aufzutreten. Die Schüler wechseln und man weiß nicht, wie es langfristig läuft. Das Neujahrskonzert ist für uns der Härtetest für 2013", meinte Enderle. Mit Songs von Coldplay, Lady Gaga, "Nearer my God to Thee", und "Eye of the Tiger" bot die Band ein kontrastreiches Programm.

Trotzdem waren die Stuhlreihen im dritten und letzten Teil der Halle nur knapp besetzt. Dort saßen unter anderem Johannes und Doris Hacks, die als Kelzenberger Königspaar die Karten vom Bürgermeister geschenkt bekommen hatten. "Wahnsinn, was die jungen Leute da gespielt haben", meinte die 45-Jährige. "Überraschend und mutig", fand Cornelia Klasen, Schulleiterin der Realschule Jüchen, die Interpretation von Lady Gagas "Fuge". Anette van Dorp saß in der letzten Reihe der Empore und genoss das Konzert. Auch sie meinte: "Das sind kleine Profis. Schade nur, dass so wenig Leute kommen. Die hätten eine größere Plattform verdient."

Selbst ein kleiner Fauxpas, den Enderle gestand, wurde den Musikern verziehen. "Jetzt haben wir die Zugabe doch tatsächlich schon mit gespielt." Der Bürgermeister durfte sich stattdessen ein Lied wünschen und nannte "Fever", das mit Fingerschnipsen und Fußwippen begleitet wurde. Ganz zufrieden erschien auch Ferdi Heimanns, ehemaliges Kreistagsmitglied der CDU: "Die Musik ist einzigartig."

(NGZ)