Willy Wimmer besuchte China-AG im Gymnasium: Schüler auf Chinas Spuren

Willy Wimmer besuchte China-AG im Gymnasium : Schüler auf Chinas Spuren

New York liegt genauso weit entfernt wie der westliche Teil Chinas, doch der multikulturelle "Big Apple" scheint vielen Menschen näher zu sein als der Ferne Osten. Nicht so für Sinologin Sigrid Thomas, die auch Deutsch und Englisch am Jüchener Gymnasium unterrichtet. Sie hat mit ihrer Begeisterung für chinesische Sprache und Kultur auch die Schüler angesteckt. Schulleiter Gerd Acker (l.), China-AG-Leiterin Sigrid Thomas (2.v.l.) freuten sich mit den Gymnasiasten über Tuschpinsel und chinesische Bücher, die der Bundestagsabgeordnete Willy Wimmer (2.v.r.) ihnen schenkte. NGZ-Foto: M. Reuter

New York liegt genauso weit entfernt wie der westliche Teil Chinas, doch der multikulturelle "Big Apple" scheint vielen Menschen näher zu sein als der Ferne Osten. Nicht so für Sinologin Sigrid Thomas, die auch Deutsch und Englisch am Jüchener Gymnasium unterrichtet. Sie hat mit ihrer Begeisterung für chinesische Sprache und Kultur auch die Schüler angesteckt. Schulleiter Gerd Acker (l.), China-AG-Leiterin Sigrid Thomas (2.v.l.) freuten sich mit den Gymnasiasten über Tuschpinsel und chinesische Bücher, die der Bundestagsabgeordnete Willy Wimmer (2.v.r.) ihnen schenkte. NGZ-Foto: M. Reuter

Als AG haben sie haben bereits ein märchenhaftes Musical mit fantasievollen Kostümen aufgeführt, Glückwunschkarten mit China-Schriftzeichen gefertigt und das Essen mit Stäbchen geübt. Damit der Pinsel ungebremst die komplizierten Schriftzeichen malen kann, organisierte der CDU-Bundestagsabgeordnete Willy Wimmer jetzt Tuschpinsel und Bücher für die Schule. Mit AG-Leiterin Sigrid Thomas und Schulleiter Gerd Acker zeigte sich der Gast aus Berlin überzeugt davon, dass die Verbindung von Jüchen nach China ausgebaut werden soll. "Als Deutscher Chinesisch lernen zu können ist etwas besonderes", ist AG-Mitglied Lukas Baumann überzeugt. "Das wird auch nicht an jeder Schule angeboten."

Seine Berufswahl ist schon eingegrenzt: "Entweder Sportler oder Sinologe." Mit Lehrerin Sigrid Thomas freuten sich die 26 Gymnasiasten über die neuen Tuschpinsel. "Das chinesische Schriftsystem ist durchaus ökonomisch. Während das deutsche Wort 'Pferd' aus fünf Buchstaben besteht, gibt es dafür ein Schriftzeichen. Mit der jeweiligen Betonung wird die Bedeutung klar", erläutert die Pädagogin. Die mit einem Tuschstein und Wasser angerührte schwarze Tusche sorgfältig und nach Vorschrift genau so aufzutragen, dass die filigranen Zeichen entstehen, haben die Schüler zunächst als schwierig empfunden. Doch ihr eigenes chinesisches Tierkreiszeichen (zum Beispiel Drache oder Affe), einfache Worte wie "Liebe" oder "Frieden" können sie darstellen.

Der Kontakt zu China soll in Zukunft ausgebaut werden. Erster Schritt soll die Suche nach einer Partnerschule sein, so dass in ferner Zukunft ein Schüleraustausch, wie er mit den USA Alltag ist, auch mit China realisiert werden kann. "Via Internet ist es heute schnell und problemlos möglich, sich auszutauschen", meinte Rektor Acker. Willy Wimmer ergänzte, dass China das Land mit der höchsten Internetzuwachsrate sei: sechs Millionen Menschen pro Jahr würden sich auf der Datenautobahn bewegen. Der Bundestagsabgeordnete, der bereits zahlreiche Reisen nach China und Taiwan unternommen hat, schilderte die chinesischen Menschen als "überaus aufgeschlossenes Volk".

Die Gymnasiasten lobte er für ihre Bereitschaft, sich in eine fremde Kultur zu versetzen. Eine langjährige Verbindung zwischen China und Jüchen sei auch im Schloss Dyck manifestiert. Das "Chinesische Zimmer, ein Hochzeitsgeschenk an Maria Theresia, zeige auf eindrucksvolle Weise das Dorfleben vor 250 Jahren - und bald gibt es China-Schilf. Auch in Zukunft will Wimmer das "schönste Gymnasium im Kreis Neuss" mit Originalgegenständen aus China fördern. busch

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