Tag der Deutschen Einheit: Festakt und Ausstellung: Schrep skizziert die lange Spur der Mauer

Tag der Deutschen Einheit: Festakt und Ausstellung: Schrep skizziert die lange Spur der Mauer

"Die lange Spur der Mauer" - so lautet der Titel des Festvortrages am Tag der Deutschen Einheit. Die Feierstunde der Stadt, zu der alle Bürger geladen sind, beginnt am Mittwoch (3.) um 11 Uhr in der Alten Schule Steinstraße.

Referent ist der Journalist und Autor Bruno Schrep, beim Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" als Reporter für das Ressort Deutschland tätig. Im Rahmen seiner Arbeit war Schrep viele Male in der ehemaligen DDR und in den neuen Bundesländern, begleitete Menschen und Ereignisse. - Zum elften Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands referiert Bruno Schrep in seinem Vortrag zum Mauerbau vor 40 Jahren und zeigt sowohl Auswirkungen der deutsch-deutschen Teilung als auch der Wiedervereinigung auf.

Zu diesem Zweck hat der Journalist ein Potpourri seiner Reportagen und - zum Teil sehr persönlichen - Erfahrungen zusammengestellt. So verfasste er als Schüler eine Jahresarbeit über die Berliner Mauer. Der gelernte Bankkaufmann, der seine journalistische Laufbahn als Gerichtsreporter beim Wiesbadener Tageblatt startete und zwei Jahre in der Politikredaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung tätig war, lebt seit 1986 in Hamburg. 1994 gewann Schrep beim Internationalen Publizistik-Wettbewerb in Klagenfurt den Preis des Landes Kärnten für seine Reportage "Wir sind die Sündenböcke". Drei seiner Reportagen sind in dem von Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein 1995 aufgelegten Buch "Ein deutsches Jahrzehnt" erschienen.

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Ein Jahr später kam Schreps erstes Werk unter dem Titel "Gefährliche Heimat" heraus. Sein zweites Buch "Alle meine Rosen sind blau", ist Mitte diesen Jahres erschienen. Zu der Feierstunde in der Alten Schule wird Bürgermeister Dick auch eine Delegation aus Korschenbroichs brandenburgischer Partnergemeinde Finowfurt begrüßen können. Der Kulturbeauftragte der im Landkreis Barnim gelegenen Kommune, Robert Reuter, wird von zwei Künstlern begleitet, deren Werke in der Alten Schule ausgestellt werden. Politische Karikaturen des Volkswirtes und Stadtplaners Peter Richter sowie Landschaftsbilder der in Finowfurt geborenen Wirtschaftsingenieurin Marlies Wolff gewähren deutsch-deutsche Einblicke.

Richter lebt heute in der Nähe von Finowfurt und arbeitete in der Zeit der Wiedervereinigung als Karikaturist für eine Zeitung in Karlsruhe. In drei Jahren entstanden mehr als 600 Karikaturen. Marlies Wolff rekrutiert die Motive für ihre Ölbilder, Aquarelle und Bilder in Pastell-Kreide aus der Landschaft in und um Finowfurt. Die Ausstellung umfasst rund 40 Exponate und wird ebenfalls im Rahmen der Feierstunde am 3. Oktober eröffnet. Musikalisch wird die städtische Veranstaltung von Schülerinnen der Kreisjugendmusikschule gestaltet: Darwina Hartwig (Klarinette) und Carina Berger (Klavier) haben in diesem Jahr einen ersten Preis beim Landeswettbewerb "Jugend musiziert" gewonnen.

(NGZ)
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