Jüchen : Schneepause für Wohnpark

Rund um den Hochneukircher Bahnhof entstehen 41 Wohnungen für Senioren. Zurzeit stoppt der Schnee die Bagger, doch bis Ende 2011 soll das Projekt trotzdem beendet sein. Für ruhigeren Verkehr sorgt eine Tempo-30-Zone.

Die Bagger ruhen, die Bauarbeiter haben vorerst Zwangspause: Bis die Schneemassen wieder verschwunden sind, passiert an der Großbaustelle Hochneukircher Bahnhof erst einmal nichts. "Aber die Seniorenwohnungen werden trotzdem Ende 2011 fertiggestellt sein. Daran ändert auch der harte Winter nichts", verspricht Otmar Dovern (54) vom Architektur- und Ingenieurbüro Siekmann-Dovern aus Otzenrath.

Schon jetzt ist zu erahnen, wie das Bahnhofsareal mit den vier dreistöckigen Häusern einmal aussehen wird. Dass im Bau- und Verkehrsausschuss eine Tempo-30-Zone für die umliegenden Straßen beschlossen wurde, habe keine Auswirkungen auf den Baufortschritt, so Dovern.

Demnach werden die Martin-Köllen-Straße im Bereich der Einmündung der Poststraße, die Peter-Busch-Straße etwa ab der Einmündung der Gartenstraße sowie die Bahnhof- in Höhe der Mühlenstraße zur Tempo-30-Zone erklärt. Was das bringen soll: Mehr Sicherheit für den Verkehr, weniger Abgase und Lärm – insgesamt eine bessere Wohn- und Aufenthaltsqualität. Außerdem sei es für Fußgänger einfacher, die Straßen zu überqueren, wenn alle Fahrzeuge langsamer führen. Die Kosten für Markierung und Beschilderung der Tempo-30-Zone belaufen sich auf etwa eine halbe Million Euro.

"Vielleicht werden die Wohnungen dadurch noch attraktiver", vermutet Dovern. Schon jetzt gibt es mehr Interessenten, als Wohnungen im Bau sind – der Bedarf an seniorengerechtem Wohnen ist hoch.

Arnulf Berger von der Firma Berger für Wohnungsverwaltung und Bauherrenbetreuung berichtet: "Es gibt noch genau zwei freie, rollstuhlgerechte Wohnungen." Um in eine der jeweils etwa 72 Quadratmeter großen Wohnungen einzuziehen, müsse eine Bedingung erfüllt sein, so Berger: "Mindestens ein Familienmitglied muss Rollstuhlfahrer sein." Noch immer erhält Berger regelmäßig Anfragen für die 41 Wohnungen, die am Bahnhof entstehen.

Knapp sechs Millionen Euro kostet das Bauvorhaben "Wohnpark am Bahnhof" insgesamt. Im März wird es dann ernst für Interessenten und potenzielle Mieter: "Dann beginnen wir damit, die Vorverträge abzuschließen", so Berger. Nach seiner Erfahrung springen zwar bis dahin noch einige der Interessenten ab. "Aber leer stehen werden die Wohnungen nicht, da habe ich keine Befürchtungen."

(NGZ)