Korschenbroich : Schloss Liedberg verkauft

Liedberg Mit dem Kauf von Schloss Liedberg erfüllte sich Peter Overlack einen persönlichen Traum. Bis es allerdings dazu kam, musste sich der 49-jährige Unternehmer in Geduld üben. Die ersten Gespräche führte er bereits mit Gottfried Fix, der mit seiner Frau viele Jahre das Schloss bewohnte. Nach seinem Tod fiel der Besitz - die kurkölnische Landesburg aus dem 14. Jahrhundert - an seine Söhne.

Liedberg Mit dem Kauf von Schloss Liedberg erfüllte sich Peter Overlack einen persönlichen Traum. Bis es allerdings dazu kam, musste sich der 49-jährige Unternehmer in Geduld üben. Die ersten Gespräche führte er bereits mit Gottfried Fix, der mit seiner Frau viele Jahre das Schloss bewohnte. Nach seinem Tod fiel der Besitz - die kurkölnische Landesburg aus dem 14. Jahrhundert - an seine Söhne.

 Besitzerwechsel: Schloss Liedberg ist verkauft. Peter Overlack heißt der neue Eigentümer, er wohnt in Viersen und arbeitet in Mönchengladbach.
Besitzerwechsel: Schloss Liedberg ist verkauft. Peter Overlack heißt der neue Eigentümer, er wohnt in Viersen und arbeitet in Mönchengladbach. Foto: NGZ

Auch bei Albert und Dieter Fix klopfte Peter Overlack immer mal wieder an, um sein Kaufinteresse zu bekräftigen. Wie Overlack am Donnerstag auf Anfrage der NGZ bestätigte: "Jetzt ist es amtlich. Aus dem Traum wurde Wirklichkeit." Der Vorvertrag steht, nun müssen nur noch die Formalitäten beim Notar erledigt werden.

Peter Overlack, der selber mit seiner Familie für viele Jahre in einem selbst restaurierten Fachwerkhaus im historischen Ortskern gewohnt hat, kehrte Liedberg vor 15 Jahren schweren Herzens den Rücken. Schon damals hatte er das Schloss fest im Blick. Da die so genannte Höhenburg für ihn damals unerreichbar schien und die Familie mit vier Kindern mehr Raum brauchte, folgte der Wohnortwechsel auf ein denkmalgeschütztes Landgut an der Peripherie von Viersen.

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Ob Peter Overlack, Unternehmer aus Mönchengladbach, in ferner Zukunft wieder Liedberg zu seiner Heimatadresse machen wird, ist noch völlig offen. Auch zur nahen Zukunft des Schlosses kann der neue Eigentümer noch nicht viel sagen. "Zunächst bin ich mal froh, das Schloss für einen wirklich fairen Kaufpreis bekommen zu haben. Keiner hat versucht, noch den letzten Euro aus mir herauszupressen", erklärte Overlack am Donnerstag zufrieden gegenüber der NGZ.

Zur Kaufsumme selber wollte sich der 49-Jährige allerdings nicht äußern. Für das sich immer wieder hinziehende Verhandeln zeigte Overlack großes Verständnis: "Der Vater, aber auch die Kinder Fix hatten eine sehr emotionale Bindung zum Schloss. Ich musste eben warten, bis sie bereit waren, sich vom Schloss zu trennen."

Frei verfügen über seine neue Immobilie kann Overlack allerdings noch nicht. Schloss-Pächter Jakob Dijksterhuis, der in der Vergangenheit bereits mit mehreren Räumungsklagen der Familie Fix überzogen wurde, verfügt noch über einen rechtsgültigen, mehrjährigen Pachtvertrag. "Welche Zukunft Herr Dijksterhuis und ich haben, ist noch offen. Wir stehen aber in einem vernünftigen Kontakt."

Wenn Overlack zur künftigen Nutzung noch nicht viel sagen kann - er schließt zunächst aber mal einen Hotelbetrieb komplett aus -, steht schon jetzt fest: "Es muss viel getan werden." Eine Bestandsaufnahme mit einem Architekten und Vertretern der Denkmalpflege wird es in Kürze geben. Und auch die städtischen Forderungen nach einem Kanalanschluss sind mit dem Kaufvertrag an den Eigentümer Overlack übergegangen: "Ich werde sehen, wie das vernünftig zu regeln ist", spricht Overlack schon jetzt eine Lösung für die zweite Jahreshälfte an.

"Ich habe das Schloss aus stiller Leidenschaft und nicht als Renditeobjekt gekauft", versicherte er weiter. Dass allerdings ein historisches Gebäude durch Nicht-Nutzung weiter dem Verfall preisgegeben würde, gab der neue Besitzer im Gespräch mit der NGZ ebenfalls zu bedenken. Und so schloss er als Fernziel einen Ruhesitz für sich nicht aus. Der Mönchengladbacher Unternehmer, der jetzt in der dritten Generation als geschäftsführender Gesellschafter ein Familienunternehmen leitet, sprach in dem Zusammenhang auch von einer Nutzergemeinschaft.

(NGZ)