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Leichtathletik: Schlammschlacht in Neukirchen

Leichtathletik : Schlammschlacht in Neukirchen

Das Wetter könnte besser kaum sein. Zumindest nicht für Adi Rosenbaum. Denn es verspricht für den Energie-Cross am Samstag ab 12 Uhr das, was das Herz des Cheforganisators höher schlagen lässt: eine richtig schöne Schlammschlacht.

Genau das richtige für einen, der auch schon mal die Feuerwehr um Hilfe bat, weil ihm die Laufstrecke für "seinen" Cross nicht tief genug erschien. Das war auf der Neusser Galopprennbahn, auf der Rosenbaum Ende der siebziger Jahre drei internationale Crossläufe und 1982 die Deutschen Meisterschaften veranstaltete. Jetzt versucht er seit Jahren, im eher beschaulichen Neukirchen ein Crosslauf-Event der Extraklasse auf die Beine zu stellen.

Was die Internationalität angeht, durchaus mit Erfolg: Auch für Auflage am Samstag haben (Militär-)Auswahlteams aus der Schweiz, den Niederlanden und Athleten aus Marokko ihr Kommen angekündigt. Nur die nationale und vor allem regionale Laufszene zeigt dem Energie-Cross die kalte Schulter: Lieferten sich im Vorjahr bei den Frauen noch Eleni Gebrehiwot (TV Wattenscheidt) und die Marathon-Olympiastarterin Susanne Hahn (SV Schlau.com Saar) ein packendes Duell, fehlen solch prominente Namen in der mit 18 Starterinnen ohnehin überschaubaren Meldeliste der Frauen, die um 13.50 Uhr über 5100 Meter rund um die Neukirchener Sportanlage geschickt werden.

Bei den Männern — Start um 14.30 Uhr über 7700 Meter — haben immerhin der Schweizer Meister über 5000 Meter, Rolf Rüfenacht, der Deutsche Meister über 3000 Meter Hindernis und Crossmeister der U23, Benedikt Karus (LG Nordschwarzwald), und Markus Weiss-Latzko (Sparda Team Rechberghausen), beim Frankfurt-Marathon 2012 zweitbester Deutscher in Bestzeit von 2:18:06 Stunden, gemeldet. Insgesamt liegen 425 Meldungen vor, die meisten für die Läufe der U 16 (2500 Meter um 15.15 Uhr) und U 14 (1700 Meter um 15.35 Uhr), in denen zum ersten Mal Kreisvergleichskämpfe des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein ausgetragen werden.

Grund für die Zurückhaltung: Cheforganisator Adi Rosenbaum war erkrankt, konnte sich einige Monate nur eingeschränkt um "seinen" Crosslauf kümmern. "Und in der Szene geht halt viel über persönliche Kontakte", weiß Willy Helfenstein, der sich beim Ausrichter SG Neukirchen-Hülchrath um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert und noch auf Nachmeldungen — am Samstag bis eine Stunde vor dem jeweiligen Start möglich — hofft. Das gilt vor allem für den Volkscross über 5100 Meter (15.55 Uhr) und die Cross-Staffel über 3 mal 800 Meter zum Abschluss der Veranstaltung (16.40 Uhr). "Schließlich kann hier jeder halbwegs Geübte mitmachen", sagt Helfenstein. Und dass man mit Crosslaufen "die Basis für gute Zeiten auf Bahn und Straße legt", das predigt Adi Rosenbaum seit beinahe vier Jahrzehnten.

(NGZ/rl)