Jüchen: Schavans Jüchener Wurzeln

Jüchen: Schavans Jüchener Wurzeln

Bundesbildungsministerin Annette Schavan ist gebürtige Jüchenerin, kam als Kind oft aus Neuss in die Gemeinde – ihre Großeltern lebten am Markt. Die Ministerin, die heute 55 Jahre alt wird, erinnert sich gern an die Zeit in Jüchen.

Das Haus der Großeltern, am Markt 5, steht noch. Annette Schavan hat schöne Erinnerungen an ihre Besuche dort. "Ich bin wahnsinnig gern zu meinen Großeltern und zu meinen Cousins gefahren. Jüchen hat in mir Spuren hinterlassen", sagt sie. "Das Haus am Marktplatz mit dem großen Hof und der Riesengarage – für uns Kinder war das ein Paradies, da durften wir uns schmutzig machen", erzählt die Bundesministerin für Bildung und Forschung (CDU). Die Jüchener Verwandten betrieben eine Spedition. "Manchmal durften wir in einem Lastwagen mitfahren", erinnert sie sich. Annette Schavan, die heute 55 Jahre alt wird und ihren Bundestagswahlkreis in Baden-Württemberg hat, betont: "Jüchen ist ein Stück Heimat."

In Jüchen wurde sie auch geboren – im Krankenhaus an der Wilhelmstraße. Das Gebäude ist längst abgerissen, heute stehen dort Reihenhäuser. Schavan wuchs in Neuss auf, dort wohnt ihre Mutter Theresia Schavan auch heute noch. "Mein Mann lebte in Neuss, dort wohnten wir nach der Hochzeit. Zur Geburt meiner Tochter fuhr ich aber nach Hause – zu meinen Eltern Willi und Sybille Mohren nach Jüchen", erzählt die 81-Jährige. "Als wir aus dem Krankenhaus heraus waren, blieb ich mit meiner Tochter etwa drei Wochen bei ihnen. Mein vor 13 Jahren verstorbener Mann besuchte uns dort jeden Tag", so Theresia Schavan. "Unsere Tochter war ein ganz liebes Kind, und sie konnte sich gut beschäftigen." Annette Schavan ist ledig, hat zwei Brüder, einer lebt in Meerbusch, der andere in Willich-Schiefbahn. In ihrem Geburtshaus wohnen heute ihr Onkel und ihre Tante, Herbert und Waltraud Mohren.

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Annette Schavan besuchte als Kind oft ihren Geburtsort. "Als kleines Mädchen stand ich ganz andächtig vor meinem Großvater – ein großer Mann – in seiner imposanten Schützenuniform mit den vielen Orden", erzählt sie. Wilhelm Mohren bekleidete von 1959 bis zu seinem Tod 1968 das Amt des Generals, 1937 waren er und seine Frau das Königspaar in Jüchen. "Enkelin Annette stand bei den Zügen am Straßenrand", weiß Hans-Hubert Krall, Präsident des Bürgerschützen- und Heimatvereins Jüchen.

Schavan ging in Neuss zur Schule, besuchte das Nelly-Sachs-Gymnasium. Im Frühjahr war sie das letzte Mal in Jüchen, oft besucht sie ihre Mutter in Neuss. "Meine Tochter ist sehr familienverbunden. Wir telefonieren oft miteinander", erzählt Theresia Schavan. Häufig werden SMS ausgetauscht. Am heutigen Geburtstag sehen sich Mutter und Tochter nicht, "aber das holen wir nach".

(NGZ)
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