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Fußball: SC Kapellen zeigt in Unterzahl Moral

Fußball : SC Kapellen zeigt in Unterzahl Moral

Fußball-Niederrheinliga 1:1 in Bocholt – der SCK bleibt in diesem Jahr weiter ohne Punktspielsieg. Markus Anfang ist ein besonnener Mensch. Doch beim 1:1 (Halbzeit 0:1) in Bocholt schwoll dem Trainer des Fußball-Niederrheinligisten SC Kapellen der Kamm.

Fußball-Niederrheinliga 1:1 in Bocholt — der SCK bleibt in diesem Jahr weiter ohne Punktspielsieg. Markus Anfang ist ein besonnener Mensch. Doch beim 1:1 (Halbzeit 0:1) in Bocholt schwoll dem Trainer des Fußball-Niederrheinligisten SC Kapellen der Kamm.

Dabei ärgerte ihn nicht die Vorstellung seiner in diesem Jahr in der Liga weiter sieglosen Mannen (fünf Unentschieden, eine Niederlage).Den ganzen Zorn des ehemaligen Profikickers zog sich das Schiedsrichtergespann um Dalibor Guzijan zu. "Wir haben uns den Leistungen der drei Unparteiischen angepasst", sagte er mit süffisantem Unterton und verbesserte sich kurz darauf: "Nein, damit würde ich meiner Mannschaft Unrecht tun."

Den Schiedsrichtern lastete er vor allem grobe Fehler im Umgang mit der Abseitsregel an. "Wir haben gut angefangen, hätten durch Sven Raddatz in Führung gehen müssen. Auch danach boten sich uns noch gute Chancen, die wir aber leider nicht abschließen durften." Und es kam noch sehr viel schlimmer für die Gäste. Weil dem auf der eigenen Torlinie stehenden Frederik Leufgen die Kugel an den Oberarm sprang, zeigte Guzijan zunächst auf den Elfmeterpunkt und dann dem Kapellener die Rote Karte (44.). Milan Dehnen bescherte den Hausherren ungerührt die Pausenführung.

In Unterzahl machten die Gäste Druck. Dass Sükrü Ak nach gut einer Stunde der Ausgleich gelang, fand Anfang ebenso schön wie verdient. Raddatz, Robert Niestroj und Benny Schütz, dem der Coach ein gutes Zeugnis ausstellte ("Er hat gezeigt, dass er wieder da ist."), hätten den SCK in Front schießen können.

Als Bocholts Torwart Tobias Lademann dem alleine vor ihm aufgetauchten Kevin Scholz mit beiden Beinen heftig in die Parade fuhr, hätte Anfang gerne einen Elfmeter bekommen. "Aber dass eine strittige Entscheidung mal zu unseren Gunsten ausfällt, darüber brauchen wir noch nicht mal nachzudenken", haderte er.

Nicht verstehen kann er außerdem, dass das ursprünglich für Gründonnerstag angesetzte Spiel gegen Baumberg nun erst am 2. Mai ausgetragen werden soll. Weil die Sportfreunde am Mittwoch im Niederrheinpokal gegen RW Oberhausen ran müssen, sollte das Ligaspiel eigentlich am 25. April stattfinden. "Da hätten wir auch lieber gespielt, aber wenn wir mal etwas wollen, geht das natürlich nicht", ereifert sich Anfang.

(NGZ)