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SC Kapellen vor Heimspiel gegen den 1. FC Wülfrath

Fußball-Landesliga : Kapellener Pokalfight mit Nachwirkungen

Zum Rückrundenauftakt der Landesliga empfängt der SCK den 1. FC Wülfrath und muss gleich auf drei Spieler gesperrte Spieler verzichten. Für die Holzheimer SG geht es darum, den FSV Vohwinkel auf Distanz zu halten.

Die Zeit der Vorbereitung ist jetzt auch für die drei heimischen Fußball-Landesligisten vorbei. Am Wochenende läuft die Winterpause ab, der erste Spieltag der Rückrunde steht auf dem Programm. Wobei das für Teutonia Kleinenbroich nicht wirklich gilt, die stark abstiegsbedrohte Truppe von Trainer Norbert Müller ist in der 15er-Gruppe spielfrei. Der freie Sonntag soll aber dazu genutzt werden, noch mal ein Testspiel zu bestreiten. Am Sonntag geht‘s zum Bezirksligisten SV Vorst. Und während die Kleinenbroicher sich noch bis zum ersten Pflichtspiel des Jahres gedulden müssen, hat es der SC Kapellen schon in den Knochen. Am Mittwoch lieferte er sich im Achtelfinale des Niederrheinpokals einen heftigen Kampf gegen den Oberligisten SpVg Schonnebeck und musste sich äußerst unglücklich mit 2:5 nach Verlängerung geschlagen geben.

SC Kapellen (3.) – 1. FC Wülfrath (7.). Dass seine Mannschaft gegen Schonnebeck alles in die Waagschale geworfen hat und kurz davor stand, den Sprung ins Viertelfinale zu schaffen, machte SCK-Coach Björn Feldberg mächtig stolz. Doch klar ist auch, dass dieser Pokalfight negative Auswirkungen auf den Rückrundenauftakt gegen Wülfrath haben wird. Denn abgesehen von dem immensen Kräfteverschleiß, den die jungen Mannschaft wohl noch ganz gut verkraften kann, haben die Kapellener auch noch drei gesperrte Spieler zu beklagen. Gegen die Essener holte sich Thomas Lavia kurz vor Ende der Verlängerung eine ärgerliche Gelb-Rote Karte wegen Meckerns ab, Pablo Ramm und Germanos Ioannidis sahen jeweils ihre fünfte Gelbe Karte und müssen deswegen ebenfalls pausieren. „Der Kopf wird eine große Rolle spielen, wir müssen es hinbekommen, noch mal zu marschieren“, sagt Kapellens Trainer Björn Feldberg. Er sieht das Problem nicht darin, dass seine Spieler nach dem Marathonmatch körperliche Probleme haben könnten, vielmehr bereitet ihm Sorge, dass ihm hintenraus Wechseloptionen fehlen könnten, um auf den Spielverlauf zu reagieren. Schließlich müssen wie schon im Pokal auch Alex­an­der Haupt­mann, Nils Mä­ker, Can Yücel und Nils Dü­b­bert weiter passen. Trotzdem werden die Kapellener alles daransetzen, wie beim 3:1-Hinspielerfolg gegen Wülfrath drei Punkte einzufahren.

  • Kapellens Mitteldakteur Pablo Ramm wird im
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  • Trainer Thomas Geist ist zuversichtlich.
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  • Klaus Keisers hatte im Hinspiel gegen
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FSV Vohwinkel (11.) – Holzheimer SG (8.). Liebend gerne hätte die Holzheimer SG am vergangenen Wochenende noch ihr letztes Testspiel der Wintervorbereitung bestritten, doch Gruppe-2-Landesligist VfR Krefeld-Fischeln sagte nach der 1:9-Pleite im Niederrheinpokal gegen Regionalligist RW Essen ab. „Wir hätten gerne noch eine Generalprobe gegen einen starken Gegner gehabt“, sagt HSG-Coach Hamid Derakhshan. Kein Wunder, schließlich steht direkt zum Auftakt ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel auf dem Programm. Es geht zum FSV Vohwinkel, der mit 16 Punkten auf dem ersten Abstiegsplatz rangiert, fünf Zähler hinter den Holzheimern. Sehr wahrscheinlich also, dass auf die HSG ein extrem motivierter Gegner zukommt. Zumal das Team aus Wuppertal kurz vor der Winterpause den Trainer gewechselt hat, für Günter Abel übernahm Marc Bach, der die Mannschaft 2017 schon mal in die Oberliga geführt hatte. Seine Premiere misslang zwar im letzten Spiel vor der Winterpause mit einer 0:2-Niederlage daheim gegen den 1. FC Viersen, doch es ist davon auszugehen, dass der einstige Erfolgscoach alles daransetzen wird, die Mannschaft auf einen rettenden Tabellenplatz zu führen. Zumal im Winter auch einige neue Spieler kamen, unter anderen Pablo Silva vom heimischen Bezirksligisten VfL Jüchen-Garzweiler. Doch HSG-Coach Hamid Derakhshan lässt sich von der Lage beim Gegner und der Bedeutung des Rückrundenauftakts nicht ins Bockshorn jagen: „Wir freuen uns darauf, dass wir gleich mit so einem wichtigen Spiel einsteigen.“ Wobei des Trainers Worte auch ein wenig das Pfeifen im dunklen Wald sein könnten, denn abgesehen davon, dass schon das Hinspiel auf heimischem Platz mit 1:3 verloren ging, plagen ihn gerade in der Defensive große Personalsorgen. Der Langzeitverletzte Joel Trotzki fehlt weiterhin, zudem sitzt Leon Borkowski eine Rotsperre ab. Der im Winter neu gekommene Paul Wolf fällt mit Corona aus, hinter den Einsätzen von Stephan Wanneck und Tom Nilgen stehen noch dicke Fragezeichen. In der Offensive wäre der mögliche Ausfall von Goalgetter Yannick Joosten schmerzlich. „Wir haben trotzdem einen guten Kader, ich habe volles Vertrauen in meine Spieler“, betont Derakhshan.