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Fußball: SC Kapellen verlängert mit Trainer Markus Anfang

Fußball : SC Kapellen verlängert mit Trainer Markus Anfang

Auch wenn noch nicht 100-prozentig feststeht, ob der SC Kapellen den Klassenverbleib in der Fußball-Niederrheinliga schafft, machte der Verein vor dem heutigen Auswärtsspiel bei Viktoria Goch Nägel mit Köpfen. Der Vertrag mit Trainer Markus Anfang wurde um ein Jahr verlängert.

Der unerwartete Sieg gestern vor einer Woche im Nachholspiel beim Tabellenführer KFC Uerdingen hat dem SC Kapellen im Abstiegskampf der Fußball-Niederrheinliga zwar wichtige Punkte beschert, doch Restzweifel am Klassenverbleib gibt es noch. Dennoch haben sich die Verantwortlichen des SCK entschieden, schon frühzeitig den Vertrag mit Trainer Markus Anfang zu verlängern. Vor dem wichtigen Auswärtsspiel heute (19.30 Uhr) beim Tabellenvorletzten Viktoria Goch vermeldeten sie Vollzug.

"Wir sind mit der Entwicklung der Mannschaft sehr zufrieden. Wie Markus Anfang mit den jungen Spielern arbeitet, ist ganz hervorragend. Er hat sie noch stärker integriert, so stelle ich mir das vor", erklärt SCK-Vorsitzender Jupp Breuer. Dass die Mannschaft acht Spieltage vor Ende der Saison mit jetzt 38 Punkten theoretisch noch absteigen kann, ist für ihn nicht ausschlaggebend.

Vielmehr nimmt er die außergewöhnlich guten Leistungen in der Rückrunde zum Maßstab, als kurzzeitig der ansonsten von Verletzungen arg dezimierte Kader komplett zur Verfügung stand und hintereinander einige der Topteams der Liga geschlagen wurden. Klare Indizien dafür, dass großes Potenzial in der Mannschaft steckt. Deswegen soll das Team auch in weiten Teilen zusammenbleiben. "Viele Spieler haben schon ihre Zusage gegeben. Andere haben es von der Trainerfrage abhängig gemacht. Dass die jetzt geklärt ist, ist eine wichtige Voraussetzung für unsere weiteren Planungen", erklärt Breuer. Anfang hatte sich bis vergangenes Wochenende Bedenkzeit erbeten, letztlich hat den 36 Jahre alten Ex-Profi aber ein weiteres Jahr im Erftstadion gereizt: "Wir haben hier eine gute Verbindung aufgebaut. Und ich bin gespannt darauf zu sehen, was ich mit dieser Mannschaft erreichen kann, wenn wir mal über einen längeren Zeitraum von größeren Verletzungen verschont bleiben."

Davon kann vor der Partie in Goch nicht die Rede sein. Auch Anfangs Hoffnung, nach dem spielfreien Wochenende würde sich der eine oder andere Spieler gesund melden, hat sich nicht erfüllt. Deswegen wird auch heute und am Montag beim zweiten Aufeinandertreffen mit dem KFC Uerdingen Improvisationskunst hoch im Kurs stehen. "Die Frage wird sein, wie sich einige meiner Spieler auf für sie ungewohnten Positionen schlagen. Aber wir haben jetzt ja die Partie in Uerdingen als Maßstab, da haben wir auch mit dem letzten Aufgebot gewonnen", betont Anfang. Die entscheidende Frage ist für ihn, wie seine Mannen den Erfolg beim Klassenprimus interpretieren: als Motivationsschub oder als Anlass, sich ein Stück weit zufrieden zurückzulehnen. Letzteres kommt für den 36-Jährigen nicht infrage, denn auch angesichts der 0:2-Niederlage im Hinspiel weiß er: "Das wird ein ganz schweres Spiel."

(NGZ)