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Fußball: SC Kapellen setzt sich gegen Hamborn durch

Fußball : SC Kapellen setzt sich gegen Hamborn durch

Der Oberligist überwand sein Mini-Tief mit einem 3:0-Heimsieg. Hinter den Kulissen wird derweil eifrig nach einem neuen Trainer gesucht.

Im Stile einer Spitzenmannschaft hat der SC Kapellen Tabellenplatz drei in der Fußball-Oberliga gefestigt. Gegen die immer akuter abstiegsbedrohten Sportfreunde Hamborn behielt der Gastgeber im Erftstadion mit 3:0 (Halbzeit 1:0) die Oberhand.

Nach den sowohl sportlich als auch vereinsintern schwierigen vergangenen Wochen war Trainer Klaus Schütz zufrieden: "Das ist nicht spurlos an der Mannschaft vorbeigegangen. Daher bin ich froh, dass wir einen Arbeitssieg errungen haben." Schütz hatte diese Woche angekündigt, nach Saisonende eine Auszeit nehmen zu wollen.

Seine Elf veränderte er gegenüber der 0:4-Klatsche in Hönnepel nur leicht, David Dygacz rückte für Marcel Koch auf die Linksverteidigerposition. Dem Spiel drückte der SCK durch lange Ballstafetten schnell seinen Stempel auf. Gefährlich wurde es vor allem dann, wenn die Offensivkräfte gegen die etwas hüftsteif wirkende Hamborner Viererkette ihre technischen und läuferischen Vorteile ausspielen konnte. Das gelang vor allem dann, wenn Patrick Becker und der gestern überragende Kapitän Sven Raddatz die Spitzen aus der Tiefe mit Anspielen füttern konnten.

Nach diesem Muster fiel auch das 1:0. Becker bediente Frederik Leufgen mit einem starken Flugball an die Strafraumkante, Eduard Ungefug musste Leufgens flache Hereingabe nur noch über die Linie drücken (21.). Keine drei Minuten später hebelte Raddatz die Abwehrkette aus, Leufgen legte wieder quer, Ungefug schob den Ball aber knapp vorbei. Auch Georgios Madatsidis fand sich nach 35 Minuten allein vor dem Tor wieder, verfehlte selbiges per Heber aber – ein simpler Flachschuss hätte wohl das 2:0 bedeutet.

Nach der Pause kamen die Gäste besser ins Spiel, standen höher und kompakter. So nahmen sie den Gastgebern zahlreiche Bälle ab und spielten sich Chancen zum 1:1 heraus, das Mitte der zweiten Hälfte gar nicht mal unverdient gewesen wäre. Die beste vereitelte SCK-Keeper Stefan Offermann glänzend nach einem Kopfball von Admir Turudija (55.). Nach 77 Minuten wäre er fast kalt erwischt worden: Einen erst verunglückt wirkenden Schuss von Yüksel Kilic aus gut 45 Metern unterschätzte Offermann völlig, der Ball klatschte an den Pfosten.

Im Gegenzug sorgte Raddatz für die Entscheidung: Erst setzte er Alexander Sitter stark ein, der dann Madatsidis zum 2:0 fand (79.). Dann erreichte er mit letzter Kraft einen Ball an der Außenlinie, den er per "Grätschflanke" genau auf den Kopf von Ungefug zum 3:0 brachte (84.).

Einen Nachfolger für Trainer Schütz könnte es schon bald geben, der SCK befindet sich in aussichtsreichen Gesprächen. "Es gibt einige interessante Kandidaten, die sich den Posten gut vorstellen können", verrät Fußballobmann Paul Rösgen.

(NGZ)