SC Kapellen richtet sich in Mönchengladbach auf ein heißes Duell ein

Fußball : SCK richtet sich auf ein heißes Duell ein

Der ebenfalls hochgehandelte 1. FC Mönchengladbach steht am Mittwoch gegen Kapellen schon ein wenig unter Druck.

Trotz des 6:1-Heimsieges über den ASV Süchteln am ersten Spieltag der Fußball-Landesliga – das Gebot der Stunde beim SC Kapellen heißt: „Business as usual“. Schließlich sind im Erftstadion derlei Höhenflüge keine Seltenheit, auch die vergangene Saison brachte Ergebnisse wie das 7:1 gegen St. Tönis, 8:1 gegen den Rather SV, 6:0 gegen den FSV Vohwinkel, 8:1 gegen den Düsseldorfer SC 99 und das 7:1 gegen den VfB Solingen. Den Aufstieg verpasste der SCK trotzdem. Deshalb ordnet der Sportliche Leiter Jörg Ferber das Resultat nüchtern ein: „Das ist natürlich schön, aber wir haben nur ein Spiel gewonnen. Da fangen wir jetzt nicht an zu spinnen!“

Das ist sehr gut, schließlich steht im „Sandwich-Match“ der Englischen Woche am Mittwoch (Anpfiff 20 Uhr) der schwere Gang zum 1. FC Mönchengladbach auf dem Programm. Der Klub aus dem Stadtteil Westend ist mit einer 1:2-Niederlage  bei Fichte Lintfort in die Saison gestartet,  „steht damit schon ein bisschen unter Druck“, sagt Ferber, den das überraschende Ergebnis ein bisschen ins Grübeln gebracht hat: „Ich glaube“, sinniert er, „wir haben die Mannschaften aus der anderen Gruppe unterschätzt.“ Als Augenzeuge der Partie war ihm indes auch nicht entgangen, dass sich der Tabellendritte der vergangenen Spielzeit mit großen personellen Problemen herumzuschlagen hatte – vor allem der Ausfall des in der Oberliga für den SCK tätigen Marcel Lüft (gesperrt) drückte aufs Gemüt. Darum mahnt Ferber: „Am Mittwoch wissen wir, ob wir tatsächlich schon so gut sind oder ob Gladbach nur einen schlechten Tag erwischt hatte.“

Grundsätzlich erfüllt die junge und charakterlich gefestigte Truppe von Trainer Frank Mitschkowski (von Juli 2014 bis Januar 2016 in Kapellen unter Vertrag) wohl höchsten (Liga-)Ansprüchen, dafür bürgt alleine schon Goalgetter Oguz Ayan, der seit seinem Rückkehr aus Kapellen zum FC 2017 in der Meisterschaft unglaubliche 67 Tore erzielt hat. Und obwohl der SCK im Vorjahr beide Duelle gewann, richtet sich Ferber auf eine intensive Auseinandersetzung ein: „Gegen uns sind die immer besonders heiß.“ Obgleich er den deutlichen Heimsieg über ganz und gar nicht schwache Süchtelner nicht überbewerten will, dient ihm das Auftaktmatch als Blaupause für Mittwoch: „Gewonnen haben wir, weil wir über 90 Minuten hinweg konzentriert geblieben sind.“ Dazu verfügt Trainer Oliver Seibert über das nötige Personal: So versetzt das neue Innenverteidiger-Pärchen Janik Röber und Timo Welky den (ersten) Tabellenführer in die günstige Lage, sich den Gegner aus sicherer Position heraus zurechtzulegen. Ferber: „Du musst Geduld haben und dabei das 0:0 halten.“

Weiter vorne besitzt der SCK dann genug Qualität, um jeden Rivalen in Gefahr zu bringen. „Wir sind jetzt in der Lage, das Tempo hochzuhalten – und nach hinten raus personell noch nachzulegen.“ In der Praxis sah das gegen Süchteln so aus: Als Alexander Hauptmann, Daniel Ferber, Maik Ferber und Lennart Ingmann ihr Pulver verschossen hatte, sorgten Yannick Joosten (zwei Treffer), die Oberliga erprobten Marco Czempik und Nils Dübbert sowie Yannick Ebert aus der A-Jugend von Borussia Mönchengladbach (Bundesliga) für frischen Wind. Heute Abend stehen in Manu Ioannidis und Marc Paul noch zwei weitere Hochkaräter wieder zur Verfügung.  Und doch ist Ferber auf der Hut, mahnt ausdrücklich: „Von alleine läuft nichts. Wir müssen hart arbeiten.“

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