Fußball-Landesliga : SC Kapellen gibt Sieg spät aus der Hand

Am letzten Hinrundenspieltag der Fußball-Landesliga war der SCK dicht dran am neunten Saisonsieg. Doch dann kam die 90. Minute. Auch die Holzheimer holten beim Schlusslicht nur einen Punkt. Bitter wurde es für Kleinenbroich.

Am letzten Hinrundenspieltag der Fußball-Landesliga gab es für die drei heimischen Teams keinen Sieg. Besonders übel lief’s für Kellerkind Teutonia Kleinenbroich, das in Unterrath eine Packung kassierte.

SC Kapellen - SC Reusrath 2:2 (2:1). Im Verfolgerduell sahen die Kapellener lange wie der sichere Sieger aus, doch dann kam die 90. Minute. Die Gäste nahmen das Geschenk eines Kapellener Fehlers im Spielaufbau liebend gerne an und erzielten mit einer der letzten Aktionen durch Moritz Kaufmann doch noch den Ausgleich. In die Karten spielte ihnen dabei, dass Kapellens Germanos Ioannidis in der 75. Minute mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen geschickt worden war. „Da kommt ein gegnerischer Spieler im Rücken und Germanos trifft ihn aus der Drehung unabsichtlich im Gesicht. Die Schiedsrichterleistung war insgesamt nicht Landesliga-tauglich“, meinte SCK-Coach Björn Feldberg. Allerdings hätte seine Mannschaft die Partie bei klarer Überlegenheit auch schon deutlich vorher für sich entscheiden können. In der ersten Spielhälfte war es nach der frühen Führung durch Nils Mäker (8.) auch ein individueller Fehler des SCK, der den Gästen ohne großen Aufwand den Ausgleich durch Robin Seinsch ermöglichte (21.).

  • Can Yücel traf im Kreispokal für
    Fußball-Landesliga : SC Kapellen ist im Verfolgerduell gefordert
  • Reusraths Torjäger Moritz Kaufmann (l.) ist
    Fußball, Landesliga : SC Reusrath will in Kapellen-Erft für einen gelungenen Abschluss sorgen
  • HSV-Abwehrspielerin Sarah Linker (l.) zeigte gegen
    Fußball, Frauen-Niederrheinliga : HSV-Frauen kassieren späten Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel war es dann erneut Mäker, der die Gastgeber in Front brachte, dieses Mal per schönem Seitfallzieher. Dass es dann letztlich doch nicht zum Sieg reichte, war zwar ärgerlich, ist aber dank dreier Punkte am grünen Tisch leichter zu verschmerzen. Die eigentlich mit 2:4 verlorene Partie in Unterrah wurde nachträglich mit 2:0 für Kapellen gewertet, weil die Düsseldorfer einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatten. So überwintert der SCK auf einem komfortablen dritten Platz.

VfB Solingen – Holzheimer SG 1:1 (1:1). Eigentlich waren die Holzheimer mit dem Ziel zum Schlusslicht gereist, aus dem letzten Punktspiel des Jahres drei Zähler mit in die Winterpause zu nehmen. Dass es nur einer wurde, hat mit Blick auf die Tabelle keine Konsequenzen, weil die HSG trotzdem sieben Teams hinter sich gelassen hat. Dennoch war Trainer Hamid Derakhshan nicht ganz glücklich mit dem Resultat: „Gegen die Mannschaften, die hinter uns stehen, haben wir zu wenig Punkte geholt. Unser Zwischenziel haben wir zwar erreicht, wir haben aber noch viel Arbeit vor uns.“ Dazu gehört zum Beispiel die Effizienz vor dem gegnerischen Tor. Hätte Holzheim bei seinem dominanten Auftritt nur eine weitere seiner zahlreichen Chancen genutzt, wäre es wahrscheinlich als Sieger vom Platz gegangen.

Zunächst galt es in Solingen aber einen Schock zu verkraften, denn durch einen Fehler im eigenen Aufbau ermöglichten die Holzheimer den Gastgebern die frühe Führung durch David Mangia (11.). Nach einer gewissen Zeit übernahm die HSG dann aber gegen die zweikampfstarken und klug verteidigenden Solinger die Kontrolle. Heraus kamen gute Einschussmöglichkeiten durch Yannick Joosten, Samiel Asllani und Fynn Reiß. Gejubelt aus Sicht der Gäste durfte aber erst in der 24. Minute werden, als Asllani mit seiner zweiten Chance per schönem Distanzschuss in den Winkel den Ausgleich erzielte. „Nach der Pause waren wir dann noch dominanter, haben es aber verpasst, für die Entscheidung zu sorgen“, meinte Derakhshan. Das war insofern ärgerlich, als es noch mal eng wurde, nachdem Leon Borkowski in der Schlussphase (88.) wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen hatte. Letztlich blieb es aber bei der Punkteteilung.

SG Unterrath – Teutonoa Kleinenbroich 5:0 (4:0). Der Plan, den Rückstand zu den Düsseldorfern von neun auf sechs Punkte zu verringern, ging mächtig schief. Stattdessen liegen die Kleinenbroicher jetzt zwölf Punkte hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz. Mit weiter deutlich dezimiertem Kader, nur Philipp Nörenberg und Stefan Siebott saßen auf der Bank, und einem frühen 0:1 (5.) fielen die Kleinenbroicher schon in der ersten Hälfte auseinander. In der 20. (Kouadia Wilfried Taki), 30. (Bayram Özcakal) und 45. Minute (Yukichi Sasaki) erzielten die Gastgeber weitere Tore. Nach der Pause sorgte Sali El Fahmi (65.) für den Endstand.