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SC Kapellen nach Pokalsieg über Teutonia St. Tönis

Fußball : Kapellen erwischt im Pokal einen Sahnetag

In der dritten Runde auf Niederrheinebene schlugen die SCK-Fußballer Oberligist St. Tönis deutlich. Die Gäste begannen stark, mit einem Platzverweis schwächten sie sich aber selbst.

In der 80 Minute gab es kein Halten mehr. Als Julian Garcia Ramon das 4:1 im Heimspiel gegen den Fußball-Oberligisten Teutonia St.Tönis erzielt hatte, war auch die letzte Sorge beseitigt, dass der SC Kapellen den Einzug ins Achtelfinale des Niederrheinpokals noch verpassen könnte. So ging die komplette Bank des als Außenseiters in die Partie gegangenen Landesligisten samt der nicht einsatzfähigen Spieler aus dem Sattel und stürmte auf den Platz, um mit dem Torschützen den Einzug in die nächste Runde zu feiern. Am Ende blieb es beim 4:1 (0:0) für die Gastgeber, ein echtes Ausrufezeichen.

„Das Ergebnis geht am Ende auch in der Höhe in Ordnung. Aber das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es brutal schwer und ein hartes Stück Arbeit gegen einen starken Gegner war. Wir wissen das Ergebnis schon sehr gut einzuordnen“, meinte Kapellens Trainer Björn Feldberg. Er war extrem stolz auf die ausgeglichene Mannschaftsleistung und den Teamgeist. Beides Faktoren, die aus seiner Sicht entscheidenden Anteil am Erfolg hatten. Aber auch wenn er zum wiederholten Male das Kollektiv hervorhob, war für ihn die Leistung eines Akteurs eine besondere Erwähnung wert. Der erst 19-jährige Alexander Ruyters vertrat im Tor zum wiederholten Mal den verletzten Patrick Pesch und machte seine Sache sehr gut. Gerade in der Anfangsphase, als die Gäste ihre individuelle Klasse nutzten, um sich mehr Spielanteile und eine entsprechende Dominanz zu erarbeiten, konnte Ruyters seine Qualitäten unter Beweis stellen. „Da hat er uns in einigen Szenen im Spiel gehalten, hat auf der Linie ganz stark gehalten und auch fußballerisch überzeugt“, erklärte Feldberg.

  • Kapitän Kevin Breuer (rechts) und seine
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  • Nedzad Dragovic (links) erzielte mit einem
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  • Hendrik Schons (schwarzes Trikot) bewies auch
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Seine Mannschaft war zwar trotz der gegnerischen Überlegenheit schon ganz gut im Spiel, doch einen entscheidenden Vorteil brachte den Kapellenern, dass sich St. Tönis in der 37. Minute selbst extrem schwächte. Als sich nämlich Pablo Ramm anschickte, frei aufs Tor der Gäste zuzulaufen, wusste sich Teutonias Ioannis Alexiou nur durch Festhalten zu helfen und flog dafür mit Rot vom Platz. Ließ sich Ramm da noch ausbremsen, gelang ihm kurz nach Beginn der zweiten Hälfte die 1:0-Führung (48.). Nach dem 2:0 durch Robert Wilschrey (64.) kam der Oberligist durch Kanta Seki zwar noch mal kurzzeitig auf 1:2 (69.) heran, doch ein Doppelschlag von erneut Ramm (77.) und Garcia Ramon (80.) beseitigten dann die letzten Zweifel am Sieg. „Jetzt wollen wir in der nächsten Runde einen richtige Kracher“, meinte Feldberg mit Blick darauf, dass auch Mannschaften wie der ehemalige Erstligist MSV Duisburg und Regionalligist Wuppertaler SV schon den Einzug in die nächste Runde geschafft haben. „Wenn es dann noch nicht klappt, müssen wir eben so lange im Wettbewerb bleiben, bis wir einen Kracher zugelost bekommen.“