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SC Kapellen nach knapper Pokalniederlage gegen SpVg Schonnebeck

Fußball-Niederrheinpokal : Kapellen verpasst nächsten Coup hauchdünn

Gegen den Fußball-Oberligisten SpVg Schonnebeck verlor der SCK im Achtelfinale auf eigenem Platz erst nach Verlängerung. Während der regulären Spielzeit war der Außenseiter zweimal in Führung gegangen.

Besonders gut geschlafen hat Björn Feldberg in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag nicht. Zu viel gab es noch aufzuarbeiten für den Trainer des Fußball-Landesligisten SC Kapellen. Am Abend zuvor war viel passiert im Jupp-Breuer-Stadion, das es zu verarbeiten galt. Die Gastgeber standen als klarer Außenseiter im Achtelfinale des Niederrheinpokals nach dem Sieg gegen den Oberligisten Teutonia St. Tönis in der Runde zuvor knapp davor, den nächsten Favoriten aus dem Wettbewerb zu schmeißen. Doch trotz einer 2:1-Führung bis in die Nachspielzeit der zweiten Hälfte reichte es am Ende nicht, der Oberliga-Siebte SpVg Schonnebeck aus Essen ging nach der Verlängerung als 5:2-Sieger vom Platz.

Nach einem Telefonat mit dem gegnerischen Trainer Dirk Tönnies am Donnerstagmorgen hatte Feldberg das Geschehene aber weitestgehend verarbeitet und war in der Lage, auch die positiven Aspekte aus der bitteren Niederlage zu ziehen: „Wenn es sich ergibt, telefoniere ich schon mal ganz gerne mit den Kollegen. Wir waren uns in der Bewertung der Partie einig. Wir haben uns gut präsentiert und ich bin unfassbar stolz darüber, was wir gezeigt haben“, meinte der SCK-Coach und ergänzte: „Nach dem Spiel sind wir alle bedröppelt nach Hause gegangen, aber inzwischen überwiegt das gute Gefühl.“ Was Feldberg besonders nervt ist, dass der Schiedsrichter sein Team mit einigen unglücklichen Entscheidungen „brutal benachteiligt“ hat. Die gravierendste war aus seiner Sicht bei einer 2:1-Führung der Gastgeber ein Freistoßpfiff, aus dem in der Nachspielzeit eine Ecke entstand, die Schonnebecks Kevin Barra per Kopf zum 2:2 nutzte. In der folgenden Verlängerung spielten die Gäste dann ihre Erfahrung und physische Überlegenheit aus und machten den Sack durch Tore von Calvin Küper und Robin Brandner (2) zu. Dass Thomas Lavia kurz vor Schluss wegen Meckerns Gelb-Rot sah und deswegen am Sonntag zum Rückrundenauftakt in der Landesliga gegen Wülfrath nicht dabei ist, gefiel Feldberg freilich auch nicht: „Da fehlte einfach das Fingerspitzengefühl.“

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Den Kapellenern fehlte dagegen nicht der richtige Matchplan. Mit einem großen läuferischen Aufwand arbeiteten sie gut gegen den Ball, stellten die Gäste vor große Probleme und lauerten immer wieder auf die richtigen Momente für Konter. So ergab sich in der ersten Hälfte sogar ein Chancenplus. Neben dem direkt verwandelten Freistoß von Robert Wilschrey zum 1:0 (29.) war ein Lattenschuss die aussichtsreichste Möglichkeit zu treffen. Die Essener glichen zwar in der 63. Minute durch einen Kopfball von Simon Skuppin aus, doch Kapellen schlug postwenden durch Efe Özen mit dem 2:1 (64.) zurück. Wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre, hätten die Gastgeber, zehn Minuten vor dem Ende den Elfmeter bekommen, den sie so vehement forderten. Stattdessen kam die ganz kalte Dusche in der Nachspielzeit und die unerfreuliche Verlängerung. „Dennoch haben wir unser Ziel erreicht, es unserem Gegner im Falle eines Ausscheidens so schwer wie möglich zu machen. Die Essener werden das Spiel am Wochenende sicher auch noch merken“, sagte Feldberg, „zudem wird keiner der rund 200 Zuschauer meinen Jungs einen Vorwurf machen.“