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SC Kapellen bei Vorrunde der Kreishallenmeisterschaft "ohne Gegner"

Hallenkreismeisterschaft : SC Kapellen ohne echten Gegner

Vorrunden E und F in Nievenheim: In Delhoven fährt ein Kreisligist zur Endrunde

 Am Samstag bei der Vorrunde der Hallenkreismeisterschaft haben sich der SC Kapellen und der FC Delhoven die Plätze für die Endrunde gesichert. Während Kapellen im Eiltempo durchmarschierte, musste Delhoven sich durch ein hartes Turnier kämpfen.

Das Turnier am Vormittag war mit hoher Wahrscheinlichkeit die schlechtbesuchteste Vorrunde des Wochenendes. Die Fünfer-Gruppe wurde durch die Absage der SG Frimmersdorf/Neurath gleich zu Beginn noch einmal dezimiert. Bis auf Teams und Betreuer herrschte auf den Rängen gähnende Leere. Und wie zu erwarten, fertigte Kapellen seine Gegner nach Belieben ab. Der Landesligist nahm die Angelegenheit vergleichsweise ernst und reiste mit einer „Star“-Truppe an. Trainer Jörg Ferber erklärte: „Wir haben alle Spieler mitgenommen, die wollten und konnten.“ Stammkeeper Nico Beyer hütete das Tor und vor ihm wirbelten Alexander Hauptmann, Nils Mäker, Robert Wilschrey, Daniel und Maik Ferber, Marc Paul und Dennis Schreuers. Dass die Spielzeit nach Frimmersdorfs Absage auf 2x12 Minuten erhöht wurde, ärgerte die unterklassigen Teams und zog die Veranstaltung unnötig in die Länge.

Neukirchens neuer Trainer Peter Hanschmann sagte: „Es ist traurig, dass so wenig Zuschauer da sind.“ Konnte dem Turnier aber dennoch Positives abgewinnen: „Die Schiedsrichter pfeifen sehr konsequent und es blieb alles fair.“ Auch Ferber zog ein positives Fazit: „Es lief echt gut für uns.“ An der Sinnhaftigkeit des Turniermodus zweifelt Ferber dennoch: „Vielleicht muss man den Ablauf ändern. Die Landesligisten könnten zum Beispiel in der Endrunde gesetzt sein.“ Dann würde es vielleicht auch öfters mal ein Kreisligist in die Endrunde schaffen und Mannschaften würden nicht von vorne rein kapitulieren, wenn sie die Auslosung der Vorrunde sehen.

Am Nachmittag war die Halle trotz der Vereine aus Nievenheims Umgebung auch nicht besser gefüllt, aber wenigstens wurde es durch den Modus „Gruppen & K.o.“ sichtlich spannender. Während der SV Uedesheim in seiner Gruppe seiner Favoritenrolle gerecht wurde, setzte sich auch der FC Delhoven in Gruppe zwei souverän durch. Die zwei Favoriten hatten auch im Halbfinale keine Mühe und begegneten sich so im Endspiel. Dort siegte Delhoven nach 0:1 noch mit 2:1. Michael Busch erzielte den entscheidenden Treffer. „Wir haben das relativ ernstgenommen, weil wir uns letztes Jahr blamiert haben“, erklärte Delhovens Sportlicher Leiter Dennis Kessel. SVÜ-Trainer Dalibor Dobras ärgerte sich: „Wir haben uns zwei Mal dumm angestellt und so den Sieg aus der Hand gegeben. Wir waren einfach nicht clever.“ Über das Turnier an sich verlor kein Teilnehmer positive Worte. „Das Niveau hat in den letzten Jahren stark nachgelassen und die Halle war auch nicht voll“, fand Dobras. Kessel merkte an: „Es war gar nichts.“ Aber: „Auf Gustorf haben richtig Bock!“