Kapellen fertigt Schiefbahn mit 7:0 ab: SC Kapellen auf Titelkurs

Kapellen fertigt Schiefbahn mit 7:0 ab : SC Kapellen auf Titelkurs

Gegensätze ziehen sich bekanntermaßen an. Auf dem Fußballplatz sind solche Gegensätze, wie sie der SC Kapellen und der SC Schiefbahn darstellen, aber alles andere als passend. Die Abschiedstour des SC Schiefbahn ist um ein trauriges Kapitel reicher. Am Ende einer einseitigen und langweiligen Partie stand es 7:0 für die Erftstädter, was der dargebotenen Leistung der Schiefbahner noch schmeichelte. Den Hausherren dürfte das egal gewesen sein, durch die Resultate der Konkurrenz aus Kleve und Viersen sind die Chancen auf die Meisterschaft wieder ganz hoch gestiegen.

Es war teilweise Mitleid erregend, was die Schiefbahner im Erftstadion präsentierten. Ballannahmen wurden zu unbezwingbaren Herausforderungen, von einem gepflegten Spielaufbau war nichts zu sehen. Ganz anders der SCK: Aus der kompakt stehenden Abwehr, überbrückten die Mannen von Trainer Michael Habermann mit schnellen Pässen das Mittelfeld und erspielten Chancen im Minutentakt. So war das Spiel keine fünf Minuten alt, da zeigte Schiedsrichter Christian Peters schon wieder Richtung Mittelkreis.

Der Schiefbahner Schlussmann Jesko Rehers konnte den wuchtigen Kopfstoß von Toni Fernandez nur abklatschen, im Nachsetzten machte der SCK-Sturmführer das 1:0. Sechs Minuten später stand Fernandez wieder im Mittelpunkt: Sein Schuss aus 18 Metern konnte Rehers nicht festhalten, Thorsten Müllers musste nur noch einschieben - 2:0. In den folgenden Minuten schalteten die Kapellener zurück. Es wirkte fast schon überheblich, was die Hausherren mit ihren Gegnern machten. Doch wegen mangelnder Gegenwehr, war diese Spielweise verständlich.

Torwart Dirk Hermes hätte auch in der Kabine bleiben können, hätten die SCK-Spieler ihn nicht durch Rückpässe ins Spiel eingebunden. In der Pause hatte Trainer Habermann seinem Team offensichtlich das Torverhältnis ans Herz gelegt, denn zwei Tore aus zehn Torchancen waren einfach zu wenig. Der eingewechselte Maurice Simmons besann sich als erster auf die ausgegebene Marschroute und erhöhte, nach einem strammen Rechtsschuss aus 18 Metern, auf 3:0.

Der überragende Wolfgang Gießen vergaß sieben Minuten später seine Abwehraufgaben und traf per Kopf zum 4:0. Nach Doppelpass mit dem etwas pomadig agierenden Toni Fernandez markierte Gießen gar seinen zweiten Treffer zum 5:0. Spätestens jetzt brach der kümmerliche Rest Widerstand seitens der Gäste zusammen, so dass kurz vor Schluss Markus Rombey und Marco Niestroj zum hochverdienten Endstand trafen. bött

(NGZ)
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