1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Jüchen: Sanierung am Jüchener Gymnasium beginnt

Jüchen : Sanierung am Jüchener Gymnasium beginnt

Am 1. Juli wird das Schulgebäude an der Stadionstraße zur Baustelle. Rund 285 000 Euro müssen in die Sanierung investiert werden.

Andreas Kries, Leiter am Gymnasium Jüchen, freut sich doppelt über die Abiturprüfungen: Zum einen haben rund 160 Jugendliche die Schullaufbahn beendet, zum anderen gibt es deshalb in dem Gebäude an der Stadionstraße einige freie Räume. Denn die braucht Kries dringend, um bis zu den Ferien den Unterricht möglichst problemlos organisieren zu können: "Sonst wäre es eng geworden." Denn am 1. Juli, drei Wochen vor dem Beginn der Sommerferien, wird das Gymnasium zur Baustelle. Rund 285 000 Euro werden investiert, um etwa Schäden an der Fassade und an der Fensteranlage zu sanieren. "Wir haben die Ausschreibung so gestaltet, dass die Unternehmen bis zum Ende der Ferien fertig sein sollten", sagt Technischer Dezernent Oswald Duda.

Die Gemeindeverwaltung befindet sich mit einigen Firmen, die am Bau des Gymnasiums beteiligt waren, in einem Rechtsstreit. Denn bereits kurze Zeit nach der Fertigstellung tauchten erste Mängel auf. Zum aktuellen Stand des Verfahrens sagt Bürgermeister Harald Zillikens: "Eine Einigung ist zurzeit nicht in Sicht." Doch die Verwaltung will die Schäden nicht länger hinnehmen und hat die Arbeiten deswegen ausgeschrieben. Ab 1. Juli sollen die Handwerker tätig werden. Dies sei trotz des laufenden Gerichtsverfahrens möglich, betont Bürgermeister Zillikens: "Wir haben uns zuvor von unserem Anwalt beraten lassen. Wir können die Mängel beseitigen lassen, ohne die Aussicht auf Erstattung zu verlieren."

Mit einem Architekten habe man, so Technischer Dezernent Oswald Duda, zuvor das Gebäude inspiziert; dieser habe alle Mängel für die weitere Verhandlung fotografiert und damit dokumentiert. Das Ziel der Verwaltung: Die Unternehmen, die den Bau ausgeführt haben, sollen zumindest einen Teil der Kosten für die Wiederherstellung des Gebäudes übernehmen.

Besonders auffällig sind die Risse in den Wänden. "Eine Wand muss sogar komplett neu gezogen werden", sagt Oswald Duda. Die Kosten für die Arbeiten von Malern, Verputzern und Trockenbauern werden auf rund 144 000 Euro geschätzt und nehmen damit den Hauptanteil ein. Rund 16 000 Euro sind für Rohbauarbeiten kalkuliert, rund 14 700 Euro für Arbeiten an der Holzfenster-Anlage. Für Betonarbeiten, Fliesenlegen, Estrich- und Bodenbelag werden insgesamt nochmals rund 12 500 Euro veranschlagt.

Da die Arbeiten erst nach den Abiturprüfungen beginnen werden, hofft die Verwaltung auf eine "möglichst geringe Belastung" für die Schüler. Ohne Raum- und vielleicht auch Stundenplanänderungen wird die Sanierungsphase aber kaum zu bewältigen sein, meint Andreas Kries. Denn im Gymnasium bestehe ein generelles Problem: "Wir kommen nur ganz knapp mit den Räumen aus." Wenn statt der benötigten zwölf Räume nur neun zur Verfügung stehen, dann sei dies nur durch Verschiebungen zu lösen: "Das wird eine logistische Herausforderung."

(NGZ/ac)