Saisonstart in der Handball-Regionalliga Nordrhein

Handball : Vom Aufstieg reden sie beim TV Korschenbroich (noch) nicht

Handball-Regionalligist startet am Freitag gegen Aufsteiger HC Weiden in die neue Saison, die mindestens Tabellenplatz vier bescheren soll.

Die Pause war lang für die Handballer des TV Korschenbroich, denn das letzte Meisterschaftsspiel in der Regionalliga Nordrhein liegt bereits vier Monate zurück. Kein Wunder, dass Dirk Wolf sagt: „Es wird Zeit, dass es endlich los geht.“ Neun Wochen (mit einer einwöchigen Pause) hat der Trainer sein Team auf die neue Saison vorbereitet, die am Freitag mit einem Heimspiel startet, wenn sich um 20 Uhr Aufsteiger HC Weiden in der Waldsporthalle vorstellt.

Das Ziel für die 26 Punktspiele bis zum Finale am 9. Mai umfassende Spielzeit ist klar gesteckt: „Wir wollen besser abschneiden als in der vergangenen Saison,“ sagt Wolf. Und da der TVK diese als Tabellenfünfter beendete, ist für den Trainer klar: „Platz vier soll es mindestens werden.“

Gegen eine bessere Platzierung hätten sie nichts einzuwenden rund um die Waldsporthalle. Doch vom Aufstieg reden sie dort (noch) nicht. „In absehbarer Zeit wollen wir wieder hoch, denn Korschenbroich gehört in die Dritte Liga,“ ist der Trainer überzeugt. Das jetzt schon anzupeilen, hält Dirk Wolf allerdings für verfrüht. Und das aus zwei Gründen. Zum einen „ist die Liga ja nicht schwächer, sondern eher stärker als in der vergangenen Saison,“ sagt der Coach. Denn weil der MTV Dinslaken in der Aufstiegsrelegation den Kürzeren zog, verließ kein Klub die Regionalliga Nordrhein nach oben. Dafür gesellte sich nach nur einer Spielzeit Drittliga-Absteiger SG Langenfeld wieder zu den 13 Regionalligisten. Diese beiden plus den „immer für eine Top-Platzierung guten“ TuS Opladen hat Wolf auf seiner Rechnung, wenn es um die Mannschaften geht, mit denen sich der TVK um die Plätze zwei bis fünf streitet.

Top-Favorit ist aber erneut die SG Ratingen, die ihr für die Liga außergewöhnliches Aufgebot mit drei makedonischen Nationalspielern schon zur Rückrunde der vergangenen Saison mit den Zweitliga-erfahrenen Alexander Oelze und Thomas Bahn von den Rhein Vikings verstärkte und dennoch scheiterte.

Zweiter Grund, warum Wolf in Sachen Zielsetzung eher zurückhaltend auftritt: „Mit 13 Mann ist unser Kader recht klein,“ sagt der TVK-Trainer, der als Neuzugänge nur Rückkehrer Max Jäger (HSG Krefeld) zwischen den Torpfosten und den aus der Dormagener A-Jugend in die Waldsporthalle gewechselten Justin Kauwetter im rechten Rückraum verbuchen konnte. Beide hätten sehr gut eingeschlagen, sagt Wolf.

Der überhaupt mit der Vorbereitung „sehr zufrieden“ war: „Bis auf zwei Begegnungen haben wir alle Testspiele gewonnen.“ Und was für ihn noch wichtiger ist: „Wir haben uns dabei gegenüber der vergangenen Saison weiterentwickelt, sind stabiler geworden.“ Das wollen die Korschenbroicher gleich zum Auftakt am Freitag unter Beweis stellen. „Gegen einen Aufsteiger zu starten, ist immer unangenehm,“ sagt Wolf mit Blick auf die Gäste, die erst vor einem Jahr aus der Fusion der beiden Traditionsklubs Westwacht Weiden und TV Weiden hervorgingen und auf Anhieb Meister der Oberliga Mittelrhein wurden, „trotzdem wollen wir natürlich mit einem Sieg starten.“

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