Handball : Handball: Die Dritte Liga ist so stark wie selten zuvor

Wenn Jörg Bohrmann als Trainer der Rhein Vikings mit Blick auf seinen neu formierten Kader von einem „einstelligen Tabellenplatz“ als Saisonziel spricht, hat das nichts mit Tiefstapelei zu tun. Denn die Dritte Liga Nord-West, in der die Vikings nach Insolvenz und Zweitliga-Abstieg nun an den Start gehen, ist so stark besetzt wie seit Jahren nicht mehr.

Bohrmann selbst wird sich noch gut daran erinnern können, wann es zuletzt so eine Ballung von Spitzenteams gab. Das war in der Saison 2013/14. Bohrmann saß auf der Bank des TSV Bayer Dormagen und duellierte sich mit TuS Ferndorf, Wilhelmshavener HV und Eintracht Hagen um Meistertitel und Aufstieg. Ähnlich ist die Konstellation in der am heutigen Freitag mit drei Partien in die Saison startenden Dritten Liga Nord-West auch.

Denn neben den Vikings wurden im Wilhelmshavener HV und dem VfL Eintracht Hagen drei der insgesamt fünf Zweitliga-Absteiger in diese Gruppe einsortiert. Und im Gegensatz zur Neuss-Düsseldorfer Spielgemeinschaft haben sich diese beiden den direkten Wiederaufstieg auf die Fahnen geschrieben. Das gilt vor allem für die Wilhelmshavener, die ihren Kader weitgehend zusammen hielten und weiterhin auf WHV-urgestein Christian Köhrmann auf der Trainerbank setzen. Eintracht Hagen vertraut hingegen dem Anfang des jahres vom TSV Bayer Dormagen freigestellten Ulli Kriebel, der in der ersten DHB-Pokalrunde mit einem 30:29-Sieg über Zweitligist HSV Hamburg aufhorchen ließ.

In den prognostizierten Zweikampf der beiden Zweitliga-Absteiger möchten die SGSH Dragons eingreifen, wie sich die SG Schalksmühle-Halver seit der vergangenen Saison nennt, in der sie hinter der HSG Krefeld Vize-Meister wurde. Und auch der TuS Spenge dürfte zu beachten sein.

Überhaupt kommt die Liga mit den beiden starken Aufsteigern OHV Aurich und LIT Tribe Germania (früher LIT Nordhemmern) sehr ausgeglichen daher, Abstiegskandidaten dürften der TuS Volmetal und die Reserve des in die Zweite Liga abgestiegenen VfL Gummersbach sein. Die Saison endet bereits am 25. April, die beiden Tabellenletzten steigen in die Regionalliga ab, während der Meister mit den anderen Staffelsiegern in der Relegation die zwei (oder drei) Zweitliga-Aufsteiger ausspielt.

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