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Fechten: Säbelfechter verpassen Gold nur um einen Treffer

Fechten : Säbelfechter verpassen Gold nur um einen Treffer

Es hätte ein goldiger Abschluss einer aus Sicht der Säbelfechter eher unterdurchschnittlich erfolgreichen Europameisterschaft werden können, so wurde es wenigstens ein versöhnlicher: Ein Treffer fehlte Richard Hübers, Maximilian Schrödter, Rouven Redwanz (alle TSV Bayer Dormagen) und Maximilian Kindler (TSG Eislingen) gestern Nachmittag zum Sieg im Mannschaftswettbewerb der Junioren.

Den sicherte sich Italien, das das Finale mit 45:44 für sich entschied. Im letzten Gefecht hatte Richard Hübers, der im Viertelfinale der Einzelkonkurrenz mit 11:15 am Italiener Francesco D'Armiento gescheitert war, einen Zwei-Treffer-Rückstand aufgeholt und in einen 44:43-Vorsprung verwandelt.

Doch dann setzte Alessandro Riccardi zwei Treffer in Folge, so dass den Deutschen nur die Silbermedaille blieb — das einzige Edelmetall für die Säbelfechter überhaupt bei diesen Europameisterschaften der Kadetten und Junioren. "Die wir aber aus dem vollen Training heraus bestritten haben", relativiert Olaf Kawald, Disziplintrainer Säbel beim Deutschen Fechterbund, Fechtkoordinator des TSV Bayer Dormagen und bei der EM in Budapest stellvertretender Delegationsleiter, das Abschneiden, "vom Auftreten und der Zukunftsperspektive her bin ich zufrieden. Man darf nicht übersehen, dass wir erfolgsverwöhnt waren."

So verpassten die Junioren gestern den fünften Titel in Folge. Ihren Weg ins Finale hatten sie sich relativ problemlos geebnet: Dem 45:23-Auftakterfolg über Weißrussland folgte ein nicht minder sicheres 45:31 über Ungarn. Die Italiener hatten sich nur knapp mit 45:42 gegen Georgien und anschließend mit 45:31 gegen Russland durchgesetzt.

(NGZ/rl)