Lokalsport: Säbelfechter sind noch nicht in EM-Form

Lokalsport: Säbelfechter sind noch nicht in EM-Form

Beim Grand Prix-Turnier in Moskau erreicht kein Dormagener das Achtelfinale. Ab morgen geht es mit dem Weltcup in Madrid weiter.

Vier Wochen vor den Europameisterschaften im serbischen Novi Sad suchen die Säbelfechter und -fechterinnen des TSV Bayer Dormagen noch nach ihrer EM-Form. Beim Grand Prix-Turnier in Moskau erreichte keiner von ihnen das Achtelfinale, beste Platzierungen waren Platz 17 für Max Hartung und Rang 19 für Anna Limbach.

Hartung, der in Novi Sad als Titelverteidiger auf die Planche geht, musste sich nach seinem Auftaktsieg über den Japaner Tomohiro Shimamura (15:5) dem für Israel startenden Kostiantyn Voronov deutlich mit 6:15 geschlagen geben. Weil Voronov in der nächsten Runde gegen den Koreaner Hansol Ha den Kürzeren zog, landete er nur auf Platz vor Hartung auf Rang 16.

Am nächsten dran am Einzug ins Achtelfinale war noch Matyas Szabo. Der Olympiaachte von Rio de Janeiro startete mit einem 15:11-Sieg über den Weißrussen Kiryl Kipichou ins Hauptfeld, unterlag dann dem späteren Dritten Mojtaba Abedini (Iran) nur knapp mit 13:15 und landete so auf Rang 19. Für Benedikt Wagner (20.) bedeutete das Gefecht gegen Veniamin Reshetnikov die Endstation, der Europameister von 2015 muste sich dem Russen mit 11:15 geschlagen geben, nachdem er sich zuvor mit 15:10 gegen den Franzosen Maxime Pianfetti durchgesetzt hatte. Pech hatte Richard Hübers: Nach seinem 15:8-Sieg über Maxence Lambert (Frankreich) traf er in der Runde der besten 32 gleich auf den Weltranglisten-Zweiten Sanguk Oh, gegen den er mit 9:15 den Kürzeren zog. Während Hübers im Gesamtklassement auf Platz 25 landete, holte sich der Koreaner den Turniersieg durch einen 15:8-Finalerfolg über den Italiener Luca Curatoli.

  • Fecht-WM : Max Hartung – ein cooler Typ

Besser machen können es die Dormagener - Lorenz Kempf komplettierte das Aufgebot auf Rang 62 - bereits am Pfingstwochenende: Morgen beginnt das Weltcup-Turnier in Madrid, für das neun TSV-Fechter qualifiziert sind. Die Einzelkonkurrenz wird am Samstag entschieden, am Sonntag folgt der Teamwettbewerb, für den Max Hartung, Matyas Szabo, Richard Hübers und der Tauberbischofsheimer Björn Hübner gemeldet sind.

Beim ebenfalls in Moskau ausgetragenen Grand Prix der Frauen war Anna Limbach auf Platz 19 die beste Deutsche. Die 28-Jährige war mit einem 15:12-Sieg über die Chinesin Hengyun Yang ins Hauptfeld gestartet, musste sich dann aber Chika Aoki mit 10:15 geschlagen geben. Die Japanerin war zuvor bereits Endstation für Judith Kusian gewesen, die nach ihrer 11:15-Niederlage Platz 87 belegte. Larissa Eifler folgte nach ihrer 7:15-Niederlage gegen Tamara Polekutova (Kasachstan) auf Platz 98 der insgesamt 142 Säbelfechterinnen.

Besser lief es für Lea Krüger (alle TSV Bayer Dormagen): Die 22-Jährige hatte sich in der Vor-Qualifikation mit 15:9 gegen Milagros Pastron aus Venezuala durchgesetzt und ließ dem in der Runde der besten 64 einen 15:14-Sieg über die Russin Dina Galiabanova folgen. Endstation war dass die Spanierin Lucia Martin-Portugues, nach ihrer 7:15-Niederlage landete Krüger schließlich auf Platz 28. Den Turniersieg holte sich Sofya Velikaya, im Finale bezwang die Russin die Ungarin Anna Marton mit 15:12.

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE