Säbelfechter Max Hartung wird Dritter beim Grand Prix in Moskau

Fechten : Hartung wieder auf dem Treppchen

Dormagener Säbelfechter wird Dritter beim Grand-Prix in Moskau.

Diese Serie wird langsam selbst Vilmos Szabo unheimlich: „Max Hartung hat über die Saison hinweg eine konstant starke Leistung gezeigt. Das ist unglaublich,“ kommentierte der Bundestrainer der deutschen Säbelfechter Platz drei seines Schützlings beim Grand Prix in Moskau, dem letzten Turnier vor den Fecht-Europameisterschaften, die ab 17. Juni in Düsseldorf ausgetragen werden.

In der Tat. Seit der 29-Jährige, der von Kindesbeinen an für den TSV Bayer Dormagen auf die Fechtbahn steigt, sich ganz auf seinen Sport konzentriert, hat der Aktivensprecher des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) eine bemerkenswerte Reihe von Erfolgen auf die Planche gelegt. Der Grand Prix in Moskau bescherte ihm bereits seinen sechsten Treppchenplatz in dieser Saison und neben den Siegen in Budapest und Madrid seine vierte Bronzemedaille.

Nach Siegen über den Chinesen Yingming Xu (15:13) und den Koreaner Bongil Gu (15:13) musste sich Hartung im Halbfinale Bolade Apithy mit dem gleichen Ergebnis geschlagen geben. Wie stark der Franzose an diesem Samstag war, zeigt das Finale, in dem er sich gegen den Weltranglistenersten Eli Dershwitz (USA) durchsetzte. „Max hatte heute einen schweren Lauf und bei jedem Gefecht einen starken Gegner,“ sagte Vilmos Szabo. Der die Leistungen der übrigen Dormagener Starter in Moskau mit einem lachenden und einem weniger zufriedenen Auge sah. Immerhin schafften vier von ihnen den Sprung ins Hauptfeldder besten 64.

„Über diese große Teilnahme am Haupttag freue ich mich, das war eine gute Leistung der jüngeren Fechter,“ meinte der Bundestrainer, „dort trafen sie leider auf starke Gegner und verloren ihre Gefechte. Mit mehr Erfahrung werden sie da auch weiterkommen.“ Das gelang in Moskau nur seinem Sohn Matyas Szabo, der sich als einziger bis in die Runde der besten 32 kämpfte, wo er mit 12:15 an dem Koreraner Juno Kim scheiterte und Platz 22 belegte. „Matyas hat ein gutes Turnier gefochten, am Ende waren wir mit den Entscheidungen der Kampfrichter nicht zufrieden,“ stellte Vilmos Szabo fest. Drittbester Dormagener war Lorenz Kempf, der nach seiner 10:15-Niederlage gegen den Koreaner Jeong Hoon So auf Platz 36 landete. Benedikt Wagner (41.) unterlag dem Ungarn Andras Szatmari mit 9:15 geschlagen geben , Benno Schneider und Raoul Bonah folgten auf den Rängen 45 und 71.

Wenig zu holen gab es in Moskau für die Säbelfechterinnen: Anna Limbach scheiterte in der Runde der besten 64 mit 14:15 an Martina Criscio (Italien), Larissa Eifler (83.) und Lea Krüger (116.) schafften es nicht ins Hauptfeld.

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