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Säbelfechter für die Weltmeisterschaften in Ungarn nominiert

Fechten : Goldjungs dürfen auch bei der WM ran

Nur drei Wochen nach ihrem EM-Sieg kämpfen die deutschen Säbelfechter in Budapest auch um das Olympia-Ticket.

Wer als kleiner Knirps mal beschlossen hat, sein sportliches Glück mit dem Säbel, Florett oder dem Degen zu suchen, wird damit zwar nie reich werden, kennt dafür aber auch keine Langeweile. Und so folgen nur drei Wochen nach der emotionalen Heim-EM in Düsseldorf die Weltmeisterschaften in Budapest.

Am 15. Juli beginnt in der ungarischen Hauptstadt ein Turnier, das im Hinblick auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio schon vorentscheidenden Charakter haben kann – zumindest für die deutschen Säbelfechter. Denn weil die bei einer WM erkämpften Punkte doppelt zählen, bietet sich dem Mannschafts-Europameister die große Chance, der Konkurrenz die Hacken zu zeigen. Und darum geht Bundestrainer Vilmos Szabo auf Nummer sicher, lässt wie in Düsseldorf den nach seiner Knie-OP noch nicht ganz fitten Richard Hübers (Dormagen) zu Hause und setzt auf seine Goldjungs Max Hartung (holte zudem Bronze im Einzelwettbewerb), Benedikt Wagner, Matyas Szabo (alle TSV Bayer Dormagen) und Björn Hübner-Fehrer (Werbach), der sich in der Landeshauptstadt als perfekter vierter Mann unentbehrlich gemacht hatte. Ihr Ziel ist klar: ein Platz auf dem Siegerpodest. „Als amtierende Europameister gehören sie automatisch zum Favoritenkreis“, bestätigt TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald.

Vor allem Max Hartung befindet sich seit Monaten in beeindruckender Form, doch Kawald bleibt auch vorsichtig: „Man wird sehen, was in Budapest möglich ist. Die EM hat eindrucksvoll gezeigt, wie eng es an der Weltspitze zugeht.“

Auch das Damen-Säbelteam des Deutschen Fechter-Bundes bleibt im Vergleich zu Düsseldorf unverändert: Der ebenfalls am Höhenberg tätige Trainer Pierre Guichot vertraut wieder auf Anna Limbach, Léa Krüger (beide TSV Bayer Dormagen), Julika Funke (FC Künzelsau) und Ann-Sophie Kindler (TSG Eislingen). Bei den kontinentalen Titelkämpfen hatte das Quartett seinen Aufwärtstrend bestätigt und sich einen guten sechsten Rang gesichert.

Darum gibt Olaf Kawald „eine Platzierung unter den Top Acht“ als Ziel vor. Zusätzlich zu den nominierten Fechtern und den beiden Bundestrainern werden in Ungarn in Imre Bujdoso und Gergely Bokor zwei weitere Dormagener als Co-Trainer vor Ort sein. Die deutsche Delegation wird außerdem von Physiotherapeut Daniel Hummen vom TSV-Kooperationspartner medicoreha unterstützt.