Fechten: Säbelfechter führen die Weltrangliste an

Fechten : Säbelfechter führen die Weltrangliste an

Nach dem Weltcup in Padua übernehmen die deutschen Säbelfechter die Führung in der Weltrangliste. Im Einzel belegt Max Hartung Rang 13

Trotz zweier verletzungsbedingter Ausfälle - Nicolas Limbach musste nach Platz 25 im Einzel für den Mannschaftswettbewerb passen, Benedikt Wagner fiel im Halbfinale mit einer Handverletzung aus - haben die Säbelfechter des TSV Bayer Dormagen beim Weltcup-Turnier im italienischen Padua erneut bewiesen, dass als Mannschaft derzeit kein Kraut gegen sie gewachsen ist.

Denn auch wenn sie sich im Finale deutlich mit 25:45 gegen Russland geschlagen geben mussten, übernahm der amtierende Mannschafts-Weltmeister zum ersten Mal seit ihrer Einführung im Jahre 2001 jetzt auch die Führung in der aktuellen Weltrangliste. Zwölf Punkte beträgt der Vorsprung vor Olympiasieger Südkorea. "Das Erreichen der Weltranglistenspitze ist ein Indiz dafür, dass das Herrensäbel-Team dauerhaft Weltklasseergebnisse abliefert und jederzeit auch den Ausfall verschiedener Leistungsträger im Team kompensieren kann", sagt Sven Ressel. Und der Sportdirektor des Deutschen Fechterbundes fügt hinzu: "Zudem tritt das Team als Einheit auf und ist in der Lage, knappe Gefechtsverläufe am Ende für sich zu entscheiden." Das war in Padua nach einem 45:32-Auftaktsieg über Hongkong sowohl im Viertel- als auch im Halbfinale mit 45:43 gegen Ungarn beziehungsweise 45:41 gegen Gastgeber Italien der Fall.

Bundestrainer Vilmos Szabo hatte nach dem Ausfall von Nicolas Limbach, der im Einzelwettbewerb in der Runde der besten 32 am Olympiasieger von Athen, Aldo Montano (Italien) mit 10:15 gescheitert war, Richard Hübers für den Teamwettbewerb nominiert. Als in dessen Verlauf dann auch noch Benedikt Wagner passen musste, fochten sich Max Hartung, Matyas Szabo und Richard Hübers trotzdem bis ins Finale. "Die Niederlage gegen Russland können wir verkraften", kommentierte Vilmos Szabo den einseitigen Verlauf des Finalgefechts gewohnt lakonisch, "die Jungs haben super gefochten und sich auch von der Verletzung von Benedikt Wagner nicht aus dem Tritt bringen lassen."

Nicht ganz so zufrieden durfte er mit dem Abschneiden seiner Schützlinge im Einzelwettbewerb sein. Nach dem Aus von Nicolas Limbach gegen Altmeister Montano und der 11:15-Niederlage von Trainersohn Matyas Szabo - am Ende 39. - gegen den Italiener Giovanni Repetti zogen nur Max Hartung und Benedikt Wagner in die Runde der besten 16 ein. Wagner schlug dabei Leonardo Affede (Italien, 15:9) und den Chinesen Xu Yingming (15:8), musste sich dann aber dem Italiener Alberto Pellegrini mit 11:15 beugen und wurde 14..

Einen Platz vor ihm beendete Max Hartung das von Kamil Ibragimov (Russland) nach seinem 15:11-Finalsieg über Andrei Jagodka (Ukraine) angeführte Tableau. Der Dormagener musste sich nach zwei Siegen über die Iraner Mohammad Rahbari (15:6) und Ali Pakdaman (15:10) dem Koreaner Kim Jungwhan, der gemeinsam mit seinem Landsmann Oh Sanguk Platz drei belegte, mit 8:15 geschlagen geben.

(NGZ)
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