Jüchen: Rund 2000 Pilger bei Wallfahrtsoktav

Jüchen : Rund 2000 Pilger bei Wallfahrtsoktav

Nach 22 Gottesdiensten in der vergangenen Woche endete am Sonntag beim Pfarrfest die Neuenhovener Oktav. Verstimmt waren manche Pilger allerdings über den Termin. Im nächsten Jahr soll die Oktav später – am 5. Juli – starten.

Nach 22 Gottesdiensten in der vergangenen Woche endete am Sonntag beim Pfarrfest die Neuenhovener Oktav. Verstimmt waren manche Pilger allerdings über den Termin. Im nächsten Jahr soll die Oktav später — am 5. Juli — starten.

Mit vier sehr gut besuchten Gottesdiensten ging gestern beim Pfarrfest die Wallfahrtsoktav in der Kirche St. Georg Neuenhoven zu Ende. "Etwa 2000 Pilger sind in der Oktavwoche hierher gekommen", sagt Regionaldekan Ulrich Clancett zufrieden. Besonders beachtenswert sei, dass es während dieser Woche eine ganze Anzahl Menschen von auswärts gab, die jeden Tag zum Gottesdienst kamen.

Im Vorfeld und während der Oktav hatte es jedoch etwas Verstimmung und Nachfragen wegen der Terminierung gegeben. Die Oktav war um eine Woche vorverlegt worden und lag ungünstig inmitten verschiedener Schützenfesttermine. "Ich bin wer weiß wie oft verärgert gefragt worden, weshalb die Oktav diesmal zu früh ist, und dass die Leute schließlich planen müssen", erzählt Gabi Netzer. Die Leiterin des Frühstücksteams bekam den Unmut der Pilger mit als erste ab, denn sie bediente mit Marlies Stengl schon Wochen vorher die "Telefonhotline" für Anmeldungen zum Frühstück und Abendimbiss.

Von der Zeitplanung überrascht war auch Pastor Lothar Wingender, der sich um die geistlichen Belange der Pfarre St. Georg kümmert. Er hatte kurz entschlossen eine Kurzreise verschoben. Gabi Netzer berichtet, dass sie öfters darauf angesprochen worden sei, dass der Termin im Buch "Die reichsunmittelbare Herrschaft Dyck" von Jakob Bremer eindeutig definiert sei.

Zuständig fürs Organisatorische rund um die Oktav und damit auch für den Termin ist als Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden Jüchen Regionaldekan Ulrich Clancett, der eigentlich nichts Böses wollte. Man könne die Aussagen im Buch anders interpretieren, nämlich dass die Wallfahrtsoktav mit dem Pfarrfest endet, erklärt er. "Der Termin wandert, die Wallfahrt war auch schon mal im Juni." Doch Clancett erklärt auch: "Sollen die Leute ihre Oktav nächstes Jahr zum Zeitpunkt haben, den sie möchten. Der Termin fällt dann allerdings in die erste Ferienwoche." Pfarrer Clancett sieht andere Probleme: Inzwischen sei es schwierig, Menschen zu finden, die in ihrer Predigt eine ganze Woche durch das Thema der Oktav führen. "In diesem Jahr habe ich für 22 Gottesdienste elf Prediger gefunden und deshalb das Leitwort allgemein gehalten." Das lautete diesmal: "Die Nothelfer und wir — Zeichen der Gegenwart Gottes."

Eine Pilger-Gruppe vom Frauen- und Mütterverein aus Bedburyck, Aldenhoven, Rath und Stessen unter Leitung von Josefine Delvos findet die Möglichkeit positiv, verschiedene Prediger zu erleben. Zudem betont Delvos: "Es ist wichtig, Einkehr zu halten und unterwegs mal ganz zu sich selbst kommen zu können." Kräftiges Lob gab's für den ehrenamtlichen Einsatz der Frauengemeinschaft Neuenhoven und die gute Bewirtung im Jugendheim: "Denn wenn wir ankommen, bedeutet das Frühstück nach dem Gottesdienst nicht nur Stärkung, sondern Gemeinsamkeit", so Delvos. Auch Clancett lobt die Bewirtung: "Eine tolle Einrichtung."

(NGZ)
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