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Sieg für den HTC Schwarz-Weiß Neuss: Rückkehrer Wagner gab Sicherheit

Sieg für den HTC Schwarz-Weiß Neuss : Rückkehrer Wagner gab Sicherheit

Von Volker Koch Aufatmen beim HTC Schwarz-Weiß Neuss: Zum Auftakt der Hallensaison feierte der Hockey-Bundesligist mit dem 10:4 über Rot-Weiß Köln den ersten Sieg in einem Pflichtspiel seit fünf Monaten. Der aus Hamburg in Neusser Tor zurückgekehrte Thomas Wagner war dabei der große Rückhalt.

Von Volker Koch Aufatmen beim HTC Schwarz-Weiß Neuss: Zum Auftakt der Hallensaison feierte der Hockey-Bundesligist mit dem 10:4 über Rot-Weiß Köln den ersten Sieg in einem Pflichtspiel seit fünf Monaten. Der aus Hamburg in Neusser Tor zurückgekehrte Thomas Wagner war dabei der große Rückhalt.

Der Samstag entpuppte sich als Glückstag für den HTC Schwarz-Weiß Neuss: Erst entging der Hockey-Bundesligist auf der Anreise zum "Superspieltag" dem kilometerlangen Stau im Breitscheider Kreuz, der ihn sonst das pünktliche Auflaufen in der Mülheimer RWE Rhein-Ruhr-Halle gekostet hätte.

Anschließend feierten die Neusser mit dem 10:4 (Halbzeit 3:2) über Aufsteiger Rot-Weiß Köln nicht nur einen Auftakt nach Maß, sondern auch den ersten Sieg in einem Pflichtspiel seit fünf Monaten. "Nach der verkorksten Hinrunde auf dem Feld war das verdammt wichtig", atmete Horst Busse nach dem Schlusspfiff des Schiedsrichtergespanns von Ameln/Kornemann (Rheydt/Wuppertal) tief durch.

Überbewerten wollte der Manager des HTC Schwarz-Weiß Neuss die Auftaktpartie in der Halle freilich auch nicht: "Man soll ja nicht unken, aber ich glaube, die Kölner werden Probleme bekommen, die Klasse zu halten. Zwischen Erster und Zweiter Liga besteht halt doch ein Unterschied."

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Der wurde in Mülheim allerdings erst im zweiten Durchgang sichtbar: "Bis zur Halbzeit haben wir gut mitgehalten und auch mehr Torchancen herausgespielt. Leider haben wir im zweiten Durchgang zehn Minuten nicht aufgepasst und so das Spiel aus der Hand gegeben", lautete das Fazit der Partie aus Sicht von Kölns Trainer Wolfgang Hillmann.

In der Tat taten sich die Neusser am Anfang recht schwer. Jannik Otto, der Neuzugang vom Kahlenberger HTC, brachte die Schwarz-Weißen zwar schon früh in Führung (7.), doch der Ex-Neusser William Wolfgram gelang postwendend der Ausgleich. Zwei Treffer von Marc Brüse ließen den HTC bis zur 25. Minute auf 3:1 davonziehen, mit Sebastian Riedel war es dann der zweite Kölner Akteur, der auch einmal in Neuss spielte, der die Rot-Weißen mit seinem Anschlusstreffer kurz vor der Pause im Spiel hielt.

"Der Beginn war noch etwas holprig, weil wir nach der verkorksten Feldsaison nicht so richtig wussten, wo wir stehen", meinte Busse, "da war eine gehörige Portion Nervosität im Spiel." Dass die nicht noch größer wurde, dafür sorgte Rückkehrer Thomas Wagner zwischen den Torpfosten. "Der Mubu ist schon ein Riesenrückhalt", lobte Busse den 29-Jährigen, der zur Hallensaison vom Harvestehuder THC "ausgeliehen" wurde.

"Nichts gegen Nick Brothers, aber Thomas Wagner strahlt vor allem in der Halle eine ganz andere Sicherheit aus", vergleicht Busse die beiden Torhüter. Diese Sicherheit verhalf den Neussern dann im zweiten Durchgang zu einem zahlenmäßig deutlichen Sieg. Tim Blasberg (35.), erneut Jannik Otto (37.) - "an ihm werden wir noch viel Freude haben", lobte Busse den 18-Jährigen - und Australien-Rückkehrer Christoph Garbotz schraubten das Resultat bis zur 40. Minute auf 6:2.

Auch der Anschlusstreffer durch Constantin Axer nur sechzig Sekunden später brachte die Schwarz-Weißen nicht mehr aus dem Rhythmus. Im Gegenteil: Sebastian Draguhn (42.), Sebi Pelzer (48.), Tim Blasberg (50.) und erneut Sebi Pelzer (54.) erhöhten in schöner Regelmäßigkeit auf 10:3. Dass Konrad Meyer drei Minuten vor dem Schlusspfiff das letzte Tor der Partie für die Kölner erzielte, war nur ein kleiner Schönheitsfehler.

"Mit dem Abstieg sollten wir nichts zu tun haben", lautet die Prognose des Managers nach der Auftaktpartie, "wenn wir die Leistung aus der zweiten Halbzeit bestätigen können, müssten wir bis auf Krefeld, das seiner Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht wurde, mit allen mithalten können."

(NGZ)