Ruderin Alexandra Höffgen schreibt aus dem Trainingslager in Portugal

Rudern : Höffgen pendelt zwischen Potsdam und Portugal

Die Temperaturen in Portugal sind angenehmer als in Deutschland, zumindest im Winter. Das wird Alexandra Höffgen merken, wenn sie heute aus dem Trainingslager des Deutschen Ruderverbandes in Lago Azul in heimische Gefilde zurückkehrt.

Training im Aachter (l) und Zweier: Alexandra Höffgen im Trainingslager im portugiesischen Lago Azul. Fotos (2): Höffgen. Foto: Höffgen

Dort hat sich die Olympiahoffnung des Neusser Rudervereins zusammen mit ihren Nationalmannschafts-Kolleginnen auf die kommende Saison vorbereitet. Für die Neusserin ein Neu-Einstieg, war sie doch im Herbst wegen einer Sehnenscheidenentzündung außer Gefecht gesetzt und fehlte so auch beim obligatorischen Leistungstest, den sie nur auf dem Ergometer absolvieren konnte. „Ich konnte fünf Wochen nicht im Boot sitzen und in dieser Zeit nur ‚Beine’ trainieren,“ sagt die 26-Jährige. Für die allgemeine Fitness sei das Alternativ-Programm allerdings gut gewesen: „Ich habe täglich vier bis fünf Stunden Ausdauertraining gemacht, hauptsächlich auf dem Rad oder beim Laufen. Die Wochen waren physisch wie psychisch sehr anstrengend, aber die Geduld hat sich gelohnt.“ In Portugal ist sie dann wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen: „Die Stimmung ist gut und die neuen Trainingskonzepte unseres australischen Trainers greifen gut,“ sagt sie über die Vorbereitung auf die entscheidenden Qualifikationsrennen für die Olympischen Spiele in Tokio. Die Pause hat Alexandra Höffgen außerdem genutzt, um ihr Maschinenbaustudium mit dem Bachelor abzuschließen. „Jetzt habe ich in der nächsten Zeit nur meine Werksstundentenstelle im Kof, so dass ich noch mehr Zeit für Training und Regeneration habe,“ sagt die 26-Jährige, die im Oktober umgezogen ist: Sie wohnt nun „nah am Ruderzentrum in Potsdam, um die zeitaufwendige Pendelei zwischen Dortmund und dem Trainingsstützpunkt zu minimieren.“