Rudern : Ruderer trotzen Wind und Pannen

Neusser Achter sind mit Bundesliga-Auftakt in Frankfurt nicht ganz zufrieden.

Sie hatten sich viel vorgenommen für den Auftakt der Ruder-Bundesliga auf dem Main in Frankfurt. Am Ende sprang zwar "nur" der jeweils neunte Platz im Schlussklassement für die "Rheinsprinter" aus Neuss und Düsseldorf in der Ersten Frauen-Bundesliga und den Zweitliga-Achter des Neusser Rudervereins bei den Männern heraus. Angesichts der widrigen äußeren und inneren Umstände waren beide Teams jedoch nicht gänzlich unzufrieden mit ihrem Abschneiden.

Foto: NRV

Generell litt der Bundesliga-Auftakt unter schlechtem Wetter und heftigen Winden, die den ohnehin nicht leicht zu rudernden Main zu einem schwierigen "Geläuf" werden ließen. Hinzu kamen personelle Probleme: Mussten die Männer auf den starken Routinier Bernhard Spanke verzichten, fiel bei den Rheinsprintern kurzfristig die nicht minder routinierte Susanne Angenendt aus. "So mussten alle Rennen von den gleichen acht Ruderinnen bestritten werden", wusste Steuerfrau Dorothea Redmann zu berichten, die zu allem Überfluss beim Finalrennen noch auf ihre Lautsprecheranlage verzichten musste, "so dass ich nur die halbe Mannschaft erreichen konnte. Die Mädels haben es trotzdem sehr gut gemacht und alles gegeben", lobte sie den Einsatz ihrer Teamkolleginnen, die im Finale um Platz neun gegen Lübeck und im Halbfinale gegen die Hamburgsprinter jeweils knapp gewannen.

Zu einer besseren Platzierung reichte es nicht, weil zum Auftakt sowohl das Zeitrennen gegen Vorjahressieger Krefeld und Heidelberg, das Achtelfinale gegen Mainz und Dresden und das Viertelfinale gegen den Ruhrachter aus Essen knapp verloren gingen.

Noch ärger erwischte es die Männer. Zwar reichte es im Zeitfahren nur zu einem enttäuschenden neunten Platz, doch nach dem Sieg im Achtelfinale gegen Münster, Gießen und den Salzland-Achter fand sich der NRV in der oberen Tabellenhälfte wieder. Weil jedoch einem Protest einiger Teams stattgegeben wurde, wurden die Achtelfinals wiederholt. Diesmal verlor Neuss gegen Berlin, Hannover und Gießen und kassierte auch im Viertelfinale eine Niederlage gegen Hamburg. "Erst im Finale konnten wir unseren Frust in positive Energie umsetzen", kommentierte Team-Kapitän Guido Groß den abschließenden Sieg über den Gießen-Achter.

(NGZ)