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Rudern: Ruderer nur mit dem Finale nicht glücklich

Rudern : Ruderer nur mit dem Finale nicht glücklich

In Hamburg hätte es besser laufen können – ansonsten fällt das Saisonfazit der Ruder-Bundesliga aus Neusser Sicht durchaus positiv aus.

Neuss Vier Sekunden trennten am Ende die Rheinsprinter vom alten und neuen Titelträger der Bundesliga, dem Crefelder Ruderclub. "Auf 270 Meter ist das schon eine ganze Menge", gibt Dorothea Redmann, Steuerfrau der Startgemeinschaft aus Neusser Ruderverein und RC Germania Düsseldorf, selbstkritisch zu.

Freilich: Auch von der Besetzung her trennt den Tabellenführer und die Neuss-Düsseldorfer Kombination, die in der Abschlusstabelle Platz elf unter 13 Frauen-Achtern belegte, eine ganze Ruder-Welt. "Mit den Spitzenbooten können wir ganz einfach nicht mithalten", sagt Dorothea Redmann, die sich in der vergangenen Saison selbst noch in die Riemen legte, bevor sie auf den Platz der Steuerfrau wechselte, "die sind durchgängig mit jungen Ruderinnen besetzt, die täglich trainieren und von denen viele schon in der Nationalmannschaft gerudert sind."

Bei Neuss ist das anders: Da reicht die Bandbreite von der 15-jährigen Vera Spanke bis zur gestandenen Mitt-Vierzigerin Susanne Angenendt. Die meisten stehen mitten im Berufsleben. Und viele aus der Rheinsprinter-Crew sind eher auf den längeren Distanzen zu Hause. Doch in der Bundesliga stehen nur Rennen von 350 Meter auf dem Programm. Oder wie am Samstag beim Finale auf der Hamburger Binnenalster, wo es nur 270 Meter waren. "Die Ruder-Bundesliga ist knallhart. Da kann ein kleiner Fehler schon das ganze Rennen entscheiden", weiß die Steuerfrau. Die ungeachtet der Tatsache, dass die Rheinsprinter am Finaltag nur Niederlagen kassierten und dadurch noch auf Rang elf abrutschten (die NGZ berichtete), ein positives Fazit unter die Saison zieht: "Es hat viel Spaß gemacht. Und wir sind als Team immer besser zusammen gewachsen." Deshalb geht sie davon aus, dass die Rheinsprinter auch im nächsten Jahr wieder einen Bundesliga-Achter an den Start schicken werden. "In welcher Besetzung, müssen wir sehen. Einige gehen zum Studium woanders hin, andere überlegen, ob sie weitermachen", sagt die Steuerfrau, "wir werden uns im Winter zusammensetzen und schauen, wie es weitergeht." Bis dahin stehen noch einige Regatten auf dem Plan, unter anderem die um den "Grünen Moselpokal" am 28. September in Bernkastel-Kues.

Nicht ganz glücklich mit dem Finale in Hamburg war auch der Männer-Achter des Neusser Rudervereins. Statt wie beim Durchgang zuvor in Kassel in der oberen Hälfte der Zweiten Bundesliga mitzufahren, reichte es nur zu Platz zehn (die NGZ berichtete). Eine bessere Platzierung verpasste die NRV-Crew durch eine unglückliche Niederlage im Achtelfinale gegen den Salzland -Achter. "In diesem Rennen ging alles schief, was nur schiefgehen kann", sagt Wolf-R. Strauß, der aber insgesamt nicht unzufrieden war mit der zweiten Zweitliga-Saison: "Immerhin haben wir damit unseren siebten Tabellenplatz verteidigt." Was gegenüber dem Vorjahr, als der NRV lange in Abstiegsgefahr schwebte und schließlich Achter wurde, einen kleinen Sprung nach oben bedeutete.

Die Rheinsprinter hingegen fielen im Abschlussklassement gegenüber 2012 um zwei Plätze zurück. Was Trainer Christian Stoffels zu der Erkenntnis brachte: "Das können wir noch besser."

(NGZ)