Rudern : Ruder-WM: Höffgen enttäuscht über eigene Leistung

Der deutsche Frauenvierer und die Internetpräsenz des Weltruderverbandes hatten gestern nicht ihren besten Tag. Während die Internetseite am dritten Tag der Ruder-Weltmeisterschaften im österreichischen Linz-Ottensheim vollkommen den Geist aufgab, fuhren die deutschen Ruderinnen im Hoffnungslauf der Konkurrenz noch hoffnungsloser hinterher als im Vorlauf am Sonntag.

Im Ziel tretten Alexandra Höffgen (Neusser Ruderverein), Isabelle Hübener, Juliane Faralisch und Ida Kruse satte 18,26 Sekunden von den siegreichen Chinesinnen, selbst das viertplatzierte Boot aus Russland war noch mehr als zehn Sekunden schneller.

„Auf gut Deutsch war es eine Katastrophe,“ suchte Alexandra Höffgen nach dem rennen nicht nach einer Ausrede, „wir trainieren unfassbar hart, aber haben es nicht geschafft, all das umzusetzen. Wir haben uns völlig unter Wert verkauft, dem guten Training zum Trotz,“ lautete das Fazit der 25 Jahre alten Maschinenbaustudentin, die eigentlich auf die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio gehofft hatte. „Woran es gelegen hat,“ vermochte Höffgen nicht zu sagen: „Wir sind nicht in unseren Rhythmus gekommen. Fast alle Teams, gegen die wir heute antreten mussten, haben wir schon geschlagen.“ Trotz des Frusts hat sie die Hoffnung auf eine Fahrkarte nach Tokio noch nicht abgehakt: „So lange es noch Chancen auf Olympia gibt, gebe ich nicht auf. Wir müssen aus diesem Rennen lernen.“