1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Handball: Rote Karte bringt NHV aus dem Konzept

Handball : Rote Karte bringt NHV aus dem Konzept

Nach 19:23 gegen Gummersbach II wird es eng im Abstiegskampf für Neusser Handball-Drittligisten.

Das beste am sechstletzten Spieltag der Dritten Liga West waren aus Sicht des Neusser HV die Ergebnisse aus den anderen Hallen: Außer dem ART Düsseldorf, der sich überraschend mit 28:24 in Schalksmühle durchsetzte, konnte keiner der Konkurrenten im knüppelharten Kampf um den Ligaverbleib zwei Zähler einfahren.

Der NHV allerdings auch nicht. Die 19:23-Niederlage (Halbzeit 11:11) gegen die Reserve des VfL Gummersbach lässt den Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den nach seinem 34:34-Unentschieden gegen den OHV Aurich weiterhin der VfL Gladbeck innehat, auf drei Punkte schrumpfen. "Egal", sagt Trainer René Witte, "wir müssen irgendwo und irgendwie noch vier Punkte holen."

Wobei er sich jedoch über zwei Dinge im Klaren ist: Erstens hat der Aufsteiger mit den Heimspielen gegen Varel (Tabellensiebter) und Hagen (6.) sowie den Aufgaben in Ferndorf (2.), Leichlingen (4.) und Duisburg (9.) das schwierigste Restprogramm aller fünf Mannschaften, die sich noch Sorgen um oder Hoffnungen auf den Ligaverbleib machen. Und zweitens dürfte mit einer Angriffsleistung wie in den jüngsten beiden Begegnungen, in denen der NHV zusammen nur 38 Tore erzielte, kaum zu punkten sein.

  • Opladens Trainer Fabrice Voigt geht zuversichtlich
    Handball, 3. Liga : Fabrice Voigt lobt die Fitness seiner Spieler
  • Thomas Kuypers (l.) und Frank Heidemann.
    Frank Heidemann : Neusser schreibt Songs zum Nachdenken und Mitsingen
  • Tanja Szewczenko verlässt mit ihren neugeborenen
    Drama mit Happy End : Eisprinzessin bringt Zwillinge in Neusser Krankenhaus zur Welt

Das weiß auch Witte. "Die Deckung stand gut, aber vorne kommt einfach zu wenig Druck", bemängelte der Trainer nach der ersten Heimniederlage in der Rückrunde. Den Grund wollte er in der umstrittenen Roten Karte ausgemacht haben, die das höchst unsichere Schiedsrichtergespann Tobias und Oliver Bunselmeyer (aus Varel) in der 21. Minute gegen Bruno Kozina zückte, nachdem der Kroate den Gummersbacher Robin Teppich umgestoßen hatte.

"Höchstens eine Zwei-Minuten-Strafe, das zeigt auch das Video ganz deutlich", ereifert sich Witte, für den die Szene beim Stande von 7:8 spielentscheidenden Charakter besaß: "Wenn man uns die zentrale Figur wegnimmt, können wir das nicht kompensieren." Immerhin hatte Kozina bis dahin vier Mal getroffen. Ohne den 22-Jährigen, der sich nach dem Foul allerdings höchst ungeschickt verhielt, indem er sich klammheimlich auf die Bank setzte, waren die Neusser nicht in der Lage , dem Gummersbacher Schachzug einer Manndeckung für Christopher Klasmann adäquat zu begegnen.

Beim 13:12 (33.) durch den insgesamt sechs Mal erfolgreichen Philip Schneider führten die Hausherren zum letzten Mal, dann zog Gummersbach innerhalb von sechs Minuten vorentscheidend auf 17:13 davon. Um das noch zu drehen, "waren wir im zweiten Durchgang zu oft in Unterzahl", bemängelte Witte die einseitige Verteilung der Zeitstrafen (10:4 Minuten) und stellte nicht zum ersten Mal in dieser Saison fest: "Meine Jungs lassen sich zu stark von solchen Dingen beeinflussen." Es steht zu befürchten, dass sich daran bis zum 11. Mai nicht mehr viel ändern wird.

(NGZ)