Fußball : Rosellen springt an die Tabellenspitze

Kreisliga A: Am Sonntag kann der SVG Grevenbroich den SVR ablösen. Der FC Zons braucht dringend Punkte.

Der dritte Spieltag der Kreisliga A begann mit zwei in dieser Form nicht unbedingt erwartbaren 3:1-Siegen. Am Samstag kann der SVG Grevenbroich die Tabellenspitze erobern.

SV Rosellen - 1. FC Grevenbroich-Süd 3:1 (1:0). In einem starken Spiel hat sich der SV Rosellen am Donnerstagabend vorübergehend die Tabellenführung gesichert. Stark präsentierte sich auf Seiten der Gastgeber vor allem der Doppeltorschütze Jannik Jansen, der gerade erst aus der A-Jugend zu den Senioren gestoßen ist. „Der Junge war schon fix“, staunte auch Süd-Trainer Kevin Hahn. Jansen brachte Rosellen in Führung (19.), nach dem Ausgleich von Marcel Woop (59.) sorgten Sven Nitsch (82.) und Jansen (85.) mit einem Doppelschlag für die Entscheidung. Hahn zog ein klares Fazit: „Wer die Tore vorne nicht macht, kriegt sie  hinten rein. Das ist im Fußball ganz einfach so.“

VdS Nievenheim II - BV Wevelinghoven 3:1 (1:0). Der BVW hätte in Nievenheim durchaus etwas mitnehmen können. „Wir haben gegen eine starke Wevelinghovener Mannschaft glücklich gewonnen“, fand VdS-Coach Peter Hanschmann, für dessen Elf Florian Korpel (10.), Sascha Elfmann (68.) und Kai Pelzer (79.) erfolgreich waren. Tim Gauls hatte für die Gäste zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzt (73.). Für Hanschmann war die Chancenverwertung entscheidend: „Wir haben unsere Möglichkeiten wesentlich besser genutzt und die zwei Fehler, die der Gegner gemacht hat, bestraft.“

Sportfreunde Vorst - SVG Grevenbroich. Hervorragend ist der SVG in die Saison gekommen. Neben zwei Siegen spielte Genclerbirligi auch starken Offensivfußball und dürfte damit zum Kreis der Aufstiegskandidaten zählen. Mit einem Sieg in Vorst am Samstag (ab 16.30 Uhr) wäre sogar der Sprung an die Tabellenspitze drin. Die Gastgeber präsentierten sich in der Vorwoche mit dem 1:0-Sieg gegen Zons aber deutlich verbessert.

FC Zons - DJK Novesia. Perfekt hereingekommen ist auch Novesia. Trainer Sa Franciamore will eine Serie starten: „Die Jungs sind gut drauf, deswegen möchten wir in Zons den nächsten Dreier einfahren.“ Der guten Form habe auch das Neusser Schützenfest keinen Abbruch getan: „Die Woche ist trotzdem gut gelaufen, wir hatten eine starke Beteiligung. Ich hoffe, dass sich das am Sonntag auf dem Platz auszahlen wird.“ Absteiger Zons droht nach nur einem Punkt aus zwei Spielen hingegen ein Fehlstart.

SVG Weißenberg - SG Rommerskirchen/Gilbach. Besagter Fehlstart bahnt sich auch in Weißenberg an. Schließlich lassen sich nach zwei Pleiten auch gegen „Roki“ keine Punkte einplanen. „Mit denen sehen wir uns sicherlich nicht auf einem Level“, sagt Trainer Dirk Pook, der eins der schwierigsten Auftaktprogramme erwischt haben dürfte. Nach Hackenbroich und Grevenbroich-Süd kommt nun die SG, in den fünf Spielen darauf warten auch noch Novesia, Zons und Rosellen. „Der Spielplan meint es nicht gut mit uns. Wir müssen anfangen, wie ein Eichhörnchen die Punkte zu sammeln“, findet Pook.

DJK Hoisten - SG Neukirchen/Hülchrath. Im Aufsteigerduell brauchen eigentlich beide Mannschaften dringend drei Punkte - und auf beiden Seiten gibt es dafür auch gute Argumente. Hoisten war bei der ärgerlichen 2:3-Niederlage in Wevelinghoven in der Vorwoche nah dran an einem Unentschieden. Neukirchen knöpfte Rosellen zum Auftakt immerhin ein 1:1 ab und hatte auch bei der 0:1-Pleite gegen Kaarst genug Chancen auf einen Sieg, bevor ein Elfmeter acht Minuten vor Schluss für die Niederlage sorgte.

SG Kaarst II - TuS Hackenbroich. Diese drei Punkte dürften in Kaarst mit einer großen Erleichterung einhergegangen sein. Nun wartet gegen Hackenbroich allerdings die nächste schwere Aufgabe. Gerade im Angriff stellt der TuS eine der abgezocktesten Truppen der Kreisliga A.

TSV Norf - SC Kapellen II. In Norf wartet noch viel Arbeit auf Trainer Fabian Nellen. Dass der Fehlstart mit den Niederlagen gegen den FC Süd (1:7) und Rommerskirchen (0:2) in erster Linie den starken Gegnern geschuldet war, kann der TSV am Sonntag gegen ein Team auf Augenhöhe beweisen. Die SCK-Reserve holte bisher einen Punkt. Früher oder später dürfte sie allerdings vom üppigen Spielerangebot im Landesligakader profitieren. Ein Kandidat für einen Einsatz wäre beispielsweise Nils Mäker, der nach seinem Urlaub Spielpraxis braucht.

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