Lokalsport: Rosellen mauert sich in die Endrunde

Lokalsport : Rosellen mauert sich in die Endrunde

Vorrunde A: In Neuss wirft der A-Kreisligist die beiden Favoriten VfR 06 Neuss und Holzheimer SG aus dem Turnier.

Damit hatten nicht mal die Rosellener selbst gerechnet: Der SV hat sich in der Vorrunde A durchgesetzt und steht damit in der Endrunde der Kreishallenmeisterschaft.

"Jetzt muss ich meine ganze Vorbereitung umplanen", sagte Trainer Dalibor Dobras lachend, schließlich sagt er das angedachte Testspiel des Fußball-A-Kreisligisten am kommenden Sonntag liebend gerne ab: "Die Jungs haben sich die Endrunden-Teilnahme wirklich verdient, ich freue mich richtig für die Mannschaft. Als Spieler habe ich das früher immer genossen und das sollen sie nächste Woche dann auch tun." Rosellen bewies dabei sowohl im Halbfinale als auch im Endspiel Nervenstärke und setzte sich jeweils per Siebenmeterschießen durch. Im Finale gegen den glänzend besetzten C-Ligisten VfR Neuss, dessen Fans die Stadionhalle mit Trommeln und Schlachtrufen mit Leben füllten, gewann der SV das Duell vom Punkt mit 3:2.

In den regulären 20 Minuten waren vorher beiden Teams keine Treffer gelungen, weil der technisch überlegene VfR sich gegen tiefstehende Rosellener schwer tat. Dobras: "Im Finale waren wir sicher auch ein bisschen müde vom Halbfinalspiel gegen Holzheim. 20 Minuten lang zu mauern, ist anstrengender als selber am Ball zu sein." Dennoch hatte der SV wenige Sekunden vor Schluss mit dem allerletzten Angriff bereits die Riesenchance zum entscheidenden Treffer, als Daniel Urban den Ball am leeren Tor vorbeischob. So ging es ins Siebenmeterschießen, wo der VfR Nerven zeigte, zweimal den Pfosten traf und einen weiteren Schuss neben das Tor setzte. "Schade, wir wären gerne eine Runde weitergekommen. Aber wir haben uns hier gut präsentiert, von daher ist alles in Ordnung", fand VfR-Präsident Yildirim Yilmaz. Der hatte zuvor im Halbfinale einen ungefährdeten 4:1-Sieg über die nur mit der Zweitvertretung gekommene SVG Weißenberg gesehen. Rosellen hingegen hatte gegen den Turnierfavoriten Holzheimer SG eine Mammutaufgabe zu bewältigen, verteidigte fast durchgehend direkt vor dem eigenen Tor und rettete sich durch ein 0:0 irgendwie ins Siebenmeterschießen. Yannick Joosten mit einem Kopfball an die Latte und Simon Petri per Solo ließen für die HSG zuvor beste Torchancen ungenutzt. "Wir waren drückend überlegen, haben das Tor aber nicht gemacht. Da hat es uns Rosellen aber auch schwer gemacht", fand Trainer Guido van Schewick. Im Siebenmeterschießen brauchte es dann 20 Versuche, ehe sich Rosellen mit 7:6 durchsetzte. Keeper Tobias Schriddels, der zuvor schmerzhaft mit dem Gesicht pariert hatte, verwandelte den entscheidenden Schuss.

In der Gruppenphase hatte es zuvor eine Premiere gegeben, denn die Futsal-Abteilung der TG Neuss nahm erstmals an der Hallenmeisterschaft teil. Obwohl bei den Niederlagen gegen Holzheim (0:6) und Weißenberg (1:2) nichts Zählbares herauskam, war Trainer Sebastian Ley glücklich: "Es hat super viel Spaß gemacht, gegen die anderen Vereine direkt hier in Neuss zu spielen. Sonst müssen wir ja immer quer am Niederrhein hin- und herreisen." Eine erneute Teilnahme steht für ihn daher schon jetzt fest: "Wir kommen auf jeden Fall wieder. Die Atmosphäre in der Halle war super."

(NGZ)
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