Galopp : Roland Dzubasz sorgt für Premiere

Zum ersten Mal nach der Wende hat ein Trainer aus Hoppegarten das Trainerchampion im Galopprennsport gewonnen. Roland Dzubasz (42) siegte mit 59 Punkten vor Christian von der Recke mit 55 Siegen. Letzter gesamtdeutscher Champion war 1944 Valentin Seibert.

Von der Recke punktete gestern beim Saisonfinale in Dortmund zu Beginn mit Dreamspeed und Cafe au Lait und verkürzte den Rückstand vorübergehend auf drei Siege. Doch dann dominierte der Favorit Coolfighter mit dem gebürtigen Mongolen Enki Ganbat und damit war die Entscheidung zugunsten von Dzubasz gefallen, der nach einer erneuten Fuß-Operation die Rennen zu Hause in Neuenhagen am Bildschirm verfolgte und meinte:. "Ich bin doch froh, dass wir Coolfighter noch gestartet haben. Eigentlich war das ja nicht geplant."

Bei der Meister-Ehrung vertrat ihn Besitzerin Marlene Haller aus Bremen. Für ihren Stall gewann Dzubasz mit Limario den Preis des Winterfavoriten in Düsseldorf und das Ratibor-Rennen in Krefeld mit Flamingo Star.

Zum sechsten Mal sicherte sich Andrasch Starke das Jockeychampionat. In Dortmund stand er mit Novello und Cafe au Lait noch zweimal auf dem Siegerpodest, 81 Rennen im Inland und insgesamt neun Gruppe-Rennen hat er 2012 gewonnen, dazu kam der Triumph mit der jetzt in die Zucht wechselnden Stute Danedream. Starke: "Dieses Pferd wird immer ein Bestandteil meines Lebens sein." Zum 16. Mal gewann das Gestüt Fährhof das Züchterchampionat. Gestütsleiter Stefan Ulrich (47) nahm den Ehrenpreis von Verbandspräsident Albrecht Woeste entgegen. Besitzer-Champion wurde mit den zwei Pferden Pastorius und Point Blank der Stall Antanando von Franz Prinz von Auersperg. Trainer Mario Hofer: "Wir werden im März mit Pastorius anfangen. Er wird sicher auch zweimal in Deutschland laufen."

Den letzten Renntag des Jahres dominierte der 26-jährige Enki Ganbat, dem vier Erfolge mit Coolfighter, Hoseo, Usbeke und Pussycat Doll gelangen. Der vierte Sieg kam zustande, weil Filip Minarik mit Kreislaufproblemen seine Ritte absagen musste.

Mit 220 502 Euro in neun Rennen und einem Durchschnitt pro Rennen von 25 389 Euro wurde der bislang mit Abstand beste Wettumsatz der Wintersaison erzielt. Beim Silvester-Renntag 2011 in Neuss betrug der Durchschnittsumsatz in sieben Rennen 22 118 Euro. Die beiden Starter des Neusser Trainers Axel Kleinkorres landeten nicht auf vorderen Plätzen. Die Saison 2013 beginnt am 6. Januar in Neuss.

(kgoe)