Robin Malessa gewinnt Tischtennis-S-Klassenturnier der DJK Neukirchen

Tischtennis : Robin Malessa triumphiert bei erstem Auftritt

Tischtennis: Zweitliga-Spieler des 1. FC Köln gewinnt das GWG-Masters in Neukirchen. Michael Servaty gibt vor dem Halbfinale auf.

Für Robin Malessa hätte die Premiere beim Neukirchener GWG-Masters nicht besser laufen können. Gleich bei seinem ersten Auftritt holte sich der Zweitliga-Spieler vom 1. FC Köln den Pokal und sicherte sich zudem die Siegprämie von 500 Euro. Im Finale vor mehr als hundert Zuschauern bezwang er den Westdeutschen Jugend-Einzelmeister Lukas Bosbach vom Regionalligisten TTC Altena.

Bosbach hatte zuvor für die größte Überraschung des Turniers gesorgt. Im Viertelfinale warf er Topfavorit Erik Bottroff vom Zweitligisten Borussia Dortmund aus Wettbewerb. Bottroff vergab damit die Chance, den Titel nach 2016 und 2017 zum dritten Mal in Folge zu gewinnen. Michael Servaty von der TG Neuss spielte sich bis ins Halbfinale vor, musste dann aber verletzungsbedingt aufgeben und schenkte die Partie gegen Malessa um den Einzug ins Finale kampflos ab.

Der Sieger freute sich über seinen Coup, den er sich durch einen ungefährdeten 3:0-Sieg im Endspiel holte: „Es hat super viel Spaß gemacht, hier in Neukirchen zu spielen. Die Organisation war Spitze und die Atmosphäre unter den Spielern auch. Es hat alles gepasst.“ Er hatte vor dem Finale weit weniger Arbeit zu verrichten als sein jugendlicher Kontrahent. Durch den Rückzug von Servaty konnte er sich das spannende Fünfsatz-Halbfinale zwischen Kirill Fadeev vom TTC Ruhrstadt Herne und Lukas Bosbach in Ruhe anschauen. Zuvor gewann er sein Viertelfinale gegen Stefan Höppner vom SV Brackwede in vier Sätzen. Auch in seinen drei Gruppenspielen gab er jeweils nur einen Satz ab.

Damit ist Malessa in der siebten Auflage des Turniers der fünfte Spieler, der den Titel gewinnen konnte. „Ein sehr sympathischer Spieler“, lobte Turnier-Organisator Wolfgang Latzel die Leistung des Kölners. Trotz der zum Teil recht kurzfristigen Absagen von drei Teilnehmern war es Latzel am Ende wieder gelungen, ein 16-köpfiges,  leistungsstarkes Starterfeld in die Sporthalle der Jakobusschule zu holen. „Wir hatten viele junge Spieler dabei und die haben uns sehr viel Freude gemacht“, so Latzel. Zur größten Überraschung avancierte dabei eben dieser 17-jährige Lukas Bosbach, der unbekümmert aufpielte und somit schon im Viertelfinale dafür sorgte, dass es nichts mit dem Triple-Erfolg für Erik Bottroff wird. Mit 3:2-Sätzen kämpfte Bosbach den Favoriten nieder. „Ich bin kaputt, ich kann nicht mehr“, schnaufte Bottroff bei einer Auszeit im Entscheidungssatz.

Für Lukas Bosbach ging der kräftezehrende Höhenflug dagegen weiter. Im Halbfinale gegen Kirill Fadeev (sein Vater Evgeny hatte das Turnier vor fünf Jahren gewonnen) musste wieder der fünfte Durchgang die Entscheidung bringen. Bosbach führte und hatte mehrere Matchbälle, die er reihenweise ausließ, so dass auch Fadeev die Möglichkeit bekam, mit nur einem weiteren gewonnenen Ballwechsel das Spiel für sich zu entscheiden. Am Ende setzte sich Bosbach in einem denkwürdigen Spiel mit 22:20 durch und stand überraschend im Finale. Im Endspiel reichten die Kräfte dann gegen den überlegt spielenden Malessa nicht mehr aus.

Bester Akteur aus Kreissicht war einmal mehr Michael Servaty. Der Spitzenspieler des Regionalligisten TG Neuss spazierte mit drei klaren Siegen gegen Tim Artarov (3:0, Gievenbeck), Tom Heisse (3:0, ASV Süchteln) und Felix Kleeberg (3:1, TTC RG Porz) durch die Vorrunde. Im Viertelfinale folgte dann eine heißumkämpfte Partie gegen den Kölner Marcus Steinfeld, in der Servaty im Entscheidungssatz eigentlich schon wie der sichere Verlierer aussah, um am Ende doch knapp die Nase vorn zu haben. Dem Sieg folgte die Ernüchterung. Die Belastung war wohl zu groß. Er hatte Schmerzen an der Schulter und trat zum Halbfinale nicht mehr an. Für die beiden anderen TG-Akteure war das Turnier bereits nach der Vorrunde beendet. Bernd Ahrens wurde in seiner Gruppe mit einem Sieg Dritter. Tom Mykietyn landete ebenfalls mit einem Sieg nur auf dem vierten und letzten Platz. Für Wolfgang Latzel steht fest, dass es 2019 die achte Auflage des Masters geben soll. „Die Sponsoren haben uns schon grünes Licht gegeben.“

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