Ringerin Laura Mertens verliert Kampf um EM-Bronze

Olympische Spiele : Laura Mertens verliert, Alex Höffgen hofft

Ückeratherin unterliegt im Kampf um EM-Bronze auf Schulter, Neusserin kämpft um Platz im Vierer.

Rückschlag für Laura Mertens im Kampf um eine Fahrkarte zu den Olympischen Spielen: Die 26-Jährige vom AC Ückerath musste sich bei den Ringer-Europameisterschaften in Rom im Kampf um die Bronzemedaille in der Gewichtsklasse bis 59 Kilogramm Angelina Lysak geschlagen geben. Gegen die Ukrainerin verlor sie nach 1:49 Minuten auf Schulter und verpasste damit ebenso wie Anna Schell (68 kg, Unterföhring) und Ellen Riesterer (55 kg, Freiburg) eine Medaille. Die sicherte sich Ex-Weltmeisterin Aline Rotter-Focken (Krefeld), die sich im kleinen Finale der Klasse bis 76 Kilogramm gegen die Französin Pauline Lecarpentier durchsetzte.

Für die Olympiaqualifikation hat das keine direkten Konsequenzen, die Tickets nach Tokio werden für die Ringerinnen bei den Qualifikationsturnieren in Budapest (19. bis 23. März) und Sofia (30. April bis 3. Mai) vergeben.

Die Ruderinnen haben sogar noch etwas länger Zeit, sich vorzubereiten. Ihre Olympiaqualifikation findet vom 17. bis 19. Mai auf dem legendären Rotsee bei Luzern statt. Da allerdings mehr Kaderathletinnen als Bootsplätze vorhanden sind, ist der interne Konkurrenzkampf groß, wer es überhaupt zu diesen Qualifikationsrennen schafft. „Ich bin bis jetzt ganz zufrieden und zum Glück fit und verletzungsfrei,“ sagt Alexandra Höffgen. Die 26-Jährige vom Neusser Ruderverein ist gerade vom zweieinhalbwöchigen Trainingslager der Nationalmannschaft aus dem spanischen Ourense zurückgekehrt.

Sie kämpft um einen Platz im Frauen-Vierer ohne Steuermann. „Der Druck ist hoch, da sich noch niemand sicher sein kann, ob er es ins Team schafft,“ sagt Höffgen, die sich nach Abschluss ihres Maschinenbau-Studiums zunächst ganz auf den Sport konzentriert und momentam am Bundesstützpunkt in Potsdam lebt. Im Trainingslager „haben wir in vielen internen Rennen neue Zweier-Kombinationen gebildet, Ende des Monats wird im portugiesischen Montemor-o-Velho die offizielle Rangliste ausgefahren,“ weiß Höffgen zu berichten. Sie startet dort mit der Münsteranerin Ida Kruse, „das passt ganz gut.“

Nach der Zweier-Ranglisten werden dann die Vierer besetzt, die wiederum gegeneinander antreten. Danach geht es erneut nach Ourense ins Trainingslager (26. Februar bis 15. März), „die endgültige Besetzung der Boote für die Saison soll dort erfolgen,“ weiß Alexandra Höffgen. Ein hartes Auswahlverfahren, das für die Ruderinnen noch dadurch erschwert wird, dass Bundestrainer Tom Morris noch nicht so lange im Amt ist: „Durch den Trainerwechsel im letzten Jahr ist es auch schwer einzuschätzen, wo man genau steht.“ All diesen Unwägbarkeiten zum Trotz hat die Neusserin ihr Ziel klar vor Augen: „Ich werde weiterhin alles geben, um es ins Team zu schaffen.“