Ringen : Nina Hemmer besiegt Titelverteidigerin

Kanadierin Diana Weicker verbaut Ückeratherin den Weg ins Halbfinale bei der Ringer-WM in Budapest.

Freud und Leid lagen am Mittwoch ganz dicht beisammen für Nina Hemmer bei den Ringer-Weltmeisterschaften in Budapest. Denn obwohl die 25 Jahre alte Militär-Weltmeisterin vom AC Ückerath mit einem Sieg über die als Titelverteidigerin und aktuelle Vize-Europameisterin angereiste Weißrussin Vanesa Kaladzinskaya ins Turnier startete, blieb ihr der Einzug ins Halbfinale verwehrt.

Dafür sorgte die Kanadierin Diana Weicker, die sich im Viertelfinale mit 10:7 gegen die zwischenzeitlich in Führung liegende Ückeratherin durchsetzte. Und das nicht unumstritten, wie Bundestrainer Patrick Loes und  Christoph Ewald, Hemmers Heimtrainer am Bundesleistungsstützpunkt Dormagen, befanden. „Ihr hätten durchaus noch ein paar Punkte gutgeschrieben werden können,“ urteilte auch ACÜ-Vorsitzender Detlev Zenk, sah den Auftritt der einzigen WM-Starterin seines Vereins aber als gelungen an: „Das Ziel war, sich in der extrem stark besetzten Klasse bis 53 Kilogramm unter den besten Acht zu platzieren, das ist ihr gelungen.“

Dafür sorgte der 4:1-Sensationssieg im Achtelfinale über Vanesa Kaladzinskaya. Die Weißrussin wurde 2017 Welt- und Europameisterin – zum Vergleich: Nina Hemmer belegte bei den gleichen Turnieren die Plätze 14 und drei – und beendete die Europameisterschaft 2018 auf Rang zwei (Hemmer wurde Neunte).

Da Hemmer-Bezwingerin Diana Weicker im Halbfinale dann mit 0:10 gegen die top-gesetzte US-Amerikanerin Sarah Ann Hildebrandt verlor, blieb der Ückeratherin der Einzug in die Hoffnungsrunde verwehrt, die ihr bei günstigem Verlauf noch Bronze hätte bescheren können.

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