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Ringen: Samuel Bellscheidt mit erst 18 Jahren Zweiter bei DM

Ringen : Samuel Bellscheidt mit erst 18 Jahren Zweiter bei DM

Erst im Finale unterliegt der Neusser Titelverteidiger Witalis Lazovski.

Eigentlich sollte der hochtalentierte Samuel Bellscheidt bei den in der bayerischen Eishockey-Hochburg Kaufbeuren ausgetragenen Deutschen Meisterschaften der Männer auf Wunsch von Bundestrainer Maik Bullmann nur mal Wettkampf-Luft schnuppern, schließlich kann der gerade 18 Jahre alt gewordene Ringer des KSK Konkordia Neuss noch drei Jahre bei den Junioren antreten. Doch weil der Vize-Europameister (Kadetten) nun schon mal da war, zog er gleich ins Finale ein und belegte am Ende Rang zwei in der Gewichtsklasse bis 67 Kilogramm (griechisch-römisch). „Eine echte Überraschung“, sagte KSK-Ehrenvorsitzender Hermann J. Kahlenberg und räumte ein: „Natürlich hatte er auch etwas Losglück.“ Die erbrachte Leistung schmälerte das in seinen Augen freilich nicht, „vor allem, wenn man sieht, dass einige Kracher hinter ihm geblieben sind.“ Nach einem Freilos in Runde eins fertigte Bellscheidt im Viertelfinale Lukas Buck (KG Baienfurt) technisch überlegen (9:0-Punkte) ab. Wesentlich mehr ins Zeug legen musste er sich im Halbfinale, das er gegen Pascal Hilkert (KSV Sulzbach), DM-Siebter im Vorjahr, mit 3:1-Punkten gewann. Erst Titelverteidiger Witalis Lazovski zeigte dem aufstrebenden Neusser die Grenzen auf. „Vielleicht hatte er da zu viel Respekt“, vermutete Kahlenberg nach der 0:3-Niederlage (0:4-Punkte). „Aber insgesamt hat er sehr gut gerungen.“

Auch sein sogar noch ein Jahr jüngerer Vereinskollege Julian Lejkin (87 kg) feierte sein DM-Debüt bei den Männern. Für ihn war allerdings schon nach dem ersten Kampf Schluss. Er unterlag Thomas Kramer (AC Penzberg) auf Schulter. Und da sein Kontrahent nicht das Finale erreichte, blieb ihm auch der Einzug in die Hoffnungsrunde verwehrt. Kahlenberg; „Aber seine Leistung lässt für die Zukunft hoffen.“