Ringen: Ringen: KSK wagt Neustart in Westerfilde

Ringen : Ringen: KSK wagt Neustart in Westerfilde

Eigentlich ist Hermann J. Kahlenberg ja amtsmüde, außerdem nach einer zum Glück komplikationslos verlaufenen Rückenoperation an die heimischen vier Wände in der Neusser Nordstadt gefesselt.

In seinem innersten Inneren jedoch fiebert der Noch-Präsident des KSK Konkordia dem Auftakt der Ringersaison entgegen wie eh und je.

Auch wenn dieser nach zwölf Jahren Erster Liga nun drei Klassen tiefer in der Verbandsliga erfolgt. Dort heißen die Gegner nicht mehr Mainz, Mömbris oder Köllerbach, sondern KSV Kirchlinde, TuS Bönen, AC Ückerath und ASV Mevlana Westerfilde.

Dort, im tiefsten Dortmunder Nordwesten, beginnt am Samstag um 19.30 Uhr das Projekt "Neustart". Von der Stammbesetzung aus Bundesligatagen sind Mimoun Touba (60 Kilogramm) und Mahmut Cavusoglu (74 Kilogramm) in Neuss geblieben, auch Sergej Lupin (84 Kilogramm) sowie die Brüder Anatolij (66 Kilogramm) und Michael Efremov (74 Kilogramm) durften schon Erstliga-Luft schnuppern. Selbst "Altmeister" Erich Marjalke (96 Kilogramm) ist sich mit seinen 44 Jahren nicht zu schade, in der vierthöchsten Klasse auf die Matte zu steigen. Sein Einsatz oder der des fünf Jahre jüngeren Bakhodir Kurbanov, der für Usbekistan schon bei Olympia kämpfte und mit der deutschen Turn-Olympionikin Oksana Chusovitina verheiratet ist, soll jedoch die Ausnahme bleiben.

"Unser Ziel ist, möglichst viele Nachwuchsringer aus den eigenen Reihen einzusetzen", sagt Kahlenberg. Max Schwindt, der zum Cheftrainer beförderte ehemalige Junioren-Weltmeister, hat deshalb bewusst auf externe Zugänge verzichtet. Im Hinterkopf treibt beide die Vision, mit einem Kader ohne "Legionäre" irgendwann mal wieder ans Tor zumindest zur Zweiten Liga zu klopfen.

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Ein sofortiger Aufstieg in die Oberliga, in der in der vergangenen Saison noch die Zweitvertretung kämpfte, "ist deshalb keine Pflicht", stellt Kahlenberg klar. Die Favoriten sind für ihn andere: der KSV Mülheim-Styrum und der aus der Landesliga wieder aufgestiegene Lokalrivale AC Ückerath, der erst in einer Woche in die Saison startet. So ändern sich die Zeiten.

(NGZ/rl)
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