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Ringen: KSK Konkordia Neuss ist zum Siegen verdammt

Ringen : KSK Konkordia ist zum Siegen verdammt

Im für den Klassenverbleib wichtigen Heimkampf der Bundesliga treffen die Neusser Ringer am Samstag in der Stadionhalle auf die Wrestling Tigers.

Man kann es drehen und wenden wie man will, im Streben um Platz vier und dem damit verbundenen Klassenverbleib in der Bundesliga helfen den Ringern des KSK Konkorda Neuss am Samstag (19.30 Uhr) in heimischer Stadionhalle an der Jahnstraße gegen die Wrestling Tigers Rhein-Nahe nur zwei Punkte wirklich weiter. Das weiß natürlich auch der Sportliche Leiter Fatih Cinar und bringt die Lage auf den Punkt: „Koste es, was es wolle – der Sieg muss her! Wenn wir verlieren, kann uns nur noch ein Wunder helfen!“

Allerdings gilt das auch für die punktgleichen Gäste aus Bad Kreuznach, die bislang wie Neuss nur in Merken gewinnen konnten (17:11). „Es wird ganz eng“, prophezeit Cinar. Überhaupt habe der KSK nur dann eine echte Siegchance, wenn „unsere Punktejäger“ stechen, fügt er an. Das heißt: Aaron Bellscheidt, der es in der Gewichtsklasse bis 71 Kilogramm voraussichtlich mit Vladislav Ivanov zu tun bekommt, sollte genauso vier Zähler für das Mannschaftsergebnis holen wie der bislang ungeschlagene Ayub Musaev (66 kg) gegen Scott Gottschling und Samuel Bellscheidt oder Deni Nakaev (75 kg) gegen Vasile Taran. Denn bei den „leichten Jungs“ dürften die Gastgeber wiederum leer ausgehen: In der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm droht Ahmed Aruhanov gegen den starken Syrer Ahmed Alfaraj eine 0:4-Niederlage und in 60 Kilogramm steht Timo Schaffrinna im Zweikampf mit Marvin Scherer vor der diffizilen Aufgabe, eben genau diese „Vier“ zu vermeiden.

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Der Job ihrer Teamkollegen ist es, die von Cinar im Vorfeld als ausgeglichen eingestuften Auseinandersetzungen möglichst positiv zu gestalten. Besonders hart dürfte das in der Gewichtsklasse bis 80 Kilogramm für Salvatore Diana werden, wenn die Neusser den Italiener an die Jahnstraße bekommen und er tatsächlich auf den Georgier Davit Tlashadze trifft. Mit einer knappen Niederlage gegen den ehemaligen Vizeuropameister könnte der KSK sicher auch ganz gut leben. Das gilt ebenfalls im Schwergewicht, wo die Rheinländer hoffen, den Ungarn Dariusz Vitek zwei Wochen vor den U23-Weltmeisterschaften einsetzen zu können. Ihm dürfte sich im Bulgaren Radoslav Georgiev nämlich eine „Bulldogge“ (Cinar) entgegenstemmen. Auch wenn Quervergleiche oft hinken, sind an dieser Stelle ihre Auftritte gegen den für Spitzenreiter Red Devils Heilbronn ringenden Eduard Popp interessant: Georgiev unterlag dem EM-Dritten 2021 mit 0:4, Vitek mit 1:6. Damit erwartet Cinar am Samstag „ein Kopf-an-Kopf-Rennen“ um den Sieg.

Nicht schaden könnte es außerdem, wenn die Hausherren in der Gewichtsklasse bis 86 Kilogramm voll punkten, „egal, wer da für uns ringt“, sagt der Sportliche Leiter. In den bislang vier Kämpfen kam dort für Neuss Dimitrios Demurtzidis zum Einsatz. Zum Auftakt hatte der Georgier mit griechischer Staatsangehörigkeit den Nackenheimer Arkadiusz Kulynycz mit 4:3 bezwungen, danach setzte es jedoch Niederlagen gegen den Heilbronner Marius Braun (1:4) und den Wittener Daniel Cataraga (0:4). Am vergangenen Wochenende strich er kampflos vier Punkte ein, da Merken diese Gewichtsklasse unbesetzt gelassen hatten. Cinar geht davon aus, dass die Tigers am Samstag wieder auf Alexander Mayer bauen. Während sich im Freistil (75 kg) der Neusser MMA-Star Lom-Ali Eskijev und Stefan Tonu ziemlich auf Augenhöhe begegnen dürften, sollte in 98 Kilogramm (etwa) der Weißrussen Adlan Tasuev fette Beute gegen Wassil Ivanov machen.

Für gute Stimmung sorgen könnten im Vorfeld die Oberliga-Vertretung des KSK, die an gleicher Stelle um 17.30 Uhr Tabellenführer KSV Germania Krefeld herausfordert. Auch in diesem Duell vertraut Cinar auf die Unterstützung von der Tribüne: „Ich denke, dass wir in beiden Kämpfen ein großartiges Publikum haben werden. Das könnte ein großer Abend werden.“