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Ringen: KSK Konkordia Neuss hat mit Witten noch eine Rechnung offen

Ringen : KSK hat mit Witten noch Rechnung offen

Die mehr als bittere 11:12-Niederlage gegen Witten im Hinkampf nagt noch immer an den Bundesliga-Ringern des KSK Konkordia Neuss.

Das Thema Klassenverbleib ist für die Bundesliga-Ringer des KSK Konkordia Neuss durch. Der mit zwölf Punkten ausgestattete Tabellenvierte KSV Witten 07 ist von Samuel Bellscheidt, Ayub Musaev & Co. (drei Punkte) in den vier bis zum 18. Dezember noch ausstehenden Kämpfen der Gruppe West nicht mehr einzuholen. Und trotzdem: Der Erzrivale soll dem 1924 gegründeten Kraftsportklub nicht ungeschoren davonkommen. Darum zählt für den Sportlichen Leiter Fatih Cinar am Samstag (19.30 Uhr) in der Fritz-Husemann-Sporthalle an der Ardeystraße nur ein Sieg. „Wir wollen da gewinnen!“

Im Gegensatz zum Duell mit Spitzenreiter Red Devils Heilbronn in der Vorwoche (5:27), als die personellen Nöte sogar Cinar in der Gewichtsklasse bis 130 Kilogramm auf die Matte zwangen, geht der Aufsteiger von 2019 diesmal in die Vollen. Die Saison auf Sparflamme zu Ende zu bringen, kommt für ihn nicht in Frage: „Sparen? Um Gottes willen, nein! Wo wir können, setzen wir unsere stärksten Leute ein.“ Etwa im Schwergewicht, wo Cinar seine kurze Karriere schon wieder erleichtert beendet  hat. „Einmal ist okay, aber man sollte es nicht übertreiben.“ Darum soll nach überstandener Corona-Infektion Adlan Tasuev in die Mannschaft zurückkehren. Allerdings will Cinar abwarten, wie er die erzwungene Auszeit körperlich verkraftet hat. Schade ist, dass wie schon gegen Heilbronn Samuel Bellscheidt krank ausfällt. Frei bekommt auch der leicht erkältete Lom-Ali Eskijev, steckt er doch mitten in der Vorbereitung für sein Duell im Mixed Martial Arts (MMA) am 18. Dezember vor knapp 18.000 Zuschauern im polnischen Gliwice mit Damian Stasiak (Polen). Bis dahin muss er seinem eh schon bestens definierten Körper rund neun Kilogramm abringen. Für den 29-Jährigen könnte der junge Iwan Tagner einspringen.

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Aus Polen ist wieder Arslanbek Salimov eingeflogen. Gegen Heilbronn unterlag der 18-Jährige in der Klasse bis 66 Kilogramm zwar dem starken Iraner Abdolmohammad Papi nach 5:19 Minuten mit 4:19, doch Trainer Oleg Dubov hält große Stücke auf den bei der Konkordia ausgebildeten Youngster. Am Samstag soll er mithelfen, die Erinnerung an die mehr als ärgerliche und nur mit tatkräftiger Unterstützung des überforderten Kampfrichters zustande gekommene 11:12-Niederlage in Neuss etwas erträglicher zu machen. „Wir haben mit Witten noch eine Rechnung offen“, bestätigt Cinar und verspricht kalt lächelnd eine kleine Überraschung.